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Kiel Bewährungsstrafe für verhinderte Braut
Kiel Bewährungsstrafe für verhinderte Braut
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10:01 04.04.2018
Von Thomas Geyer
Das Amtsgericht Kiel verurteilte die 38-jährige Angeklagte wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung. Quelle: Olaf Malzahn/dpa
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Kiel

35 Fälle listete die Anklage der Staatsanwaltschaft auf. In erster Linie hatte die Mutter eines schulpflichtigen Kindes Haushaltsgegenstände für das tägliche Leben geordert. Auch Teppichreiniger gehörte zu den nützlichen Kleinigkeiten, mit denen es sich die Hartz-IV-Empfängerin beim Neubeginn in einer Kieler Wohnung gemütlich machen wollte. Vor Gericht legte sie ein Geständnis ab.

Wie die aus der Ukraine stammende Angeklagte der Strafrichterin erzählte, war sie von ihrem gewalttätigen Verlobten in Hamburg vor die Tür gesetzt worden. Danach zog sie nach Kiel und bestellte unter falschem Namen über fünf Monate hinweg immer wieder Waren ohne zu bezahlen – auch Bekleidung und ein Notebook. Insgesamt addierten sich die Bestellungen auf gut 2000 Euro. Diesen Betrag muss die Angeklagte den geschädigten Versandhäusern laut Urteil zurückerstatten, er unterliegt der Einziehung. Auch in Hamburg hatte die Frau in sieben Fällen Waren bestellt. Dafür war sie bereits wegen Betrugs zu 900 Euro (90 Tagessätze à zehn Euro) verurteilt worden.

Strafmildernd wirkte sich die schwierige persönliche und finanzielle Situation aus

„Ich bereue, was ich getan habe“, beteuerte die Angeklagte. Nach ihren Worten hat sie inzwischen wieder einen Freund. Die Hochzeit sei bereits geplant, die neue Aussteuer werde ganz bestimmt auf legalem Wege beschafft. „Sie leben jetzt in geordneten Verhältnissen“, schloss die Richterin. Strafmildernd fiel die schwierige persönliche und finanzielle Situation ins Gewicht. In zwölf der 35 Fälle habe es sich nur um geringfügige Summen gehandelt.

Mildernd schlug zu Buche, dass die Taten bereits drei Jahre zurückliegen. Seitdem wurden keine weiteren Vorwürfe bekannt. Für jeden der 23 gewerbsmäßigen Fälle beträgt die gesetzliche Mindeststrafe sechs Monate. Im Urteil zog die Richterin die Einzelstrafen straff zusammen und unterstellte die Angeklagte für zwei Jahre der Aufsicht eines Bewährungshelfers. Das Strafmaß entspricht dem Antrag des Staatsanwalts. Die Angeklagte nahm das Urteil an, es ist rechtskräftig.

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