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Kiel Grünes Juwel mit Wasserblick
Kiel Grünes Juwel mit Wasserblick
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15:30 04.06.2012
Von Martina Drexler
Hoch zu Ross erinnerten Teilnehmer des Schlosspark-Festes an die Zeit, als die Gartenanlage noch Lustgarten hieß. Quelle: Foto Nickolaus
Kiel

Lange erstreckte sich eine unansehnliche Beton-Böschung im Norden des Schlossgartens, doch seit Sonntag präsentiert sich auch die ehemalige Schmuddelecke unterhalb der Kunsthalle als Teil eines prächtigen Aufstiegsbauwerks mit Rasen, Rabatten voller violett blühendem Steppensalbei, hochwertigen weißen Bänken und einem romantischen Pavillon mit freiem Blick auf die Kreuzfahrtschiffe.

 Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) erinnerte in seiner Begrüßungsansprache an seine Vorgänger Otto Flagge und Ronald Klein-Knott sowie an die frühere Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, an deren Pläne zur Umgestaltung des Parks er nach seinem Amtsantritt 2005 anknüpfen konnte. Nach langer Zeit, schwärmte er, habe sich der „grüne Drehpunkt“ – einmalig gelegen zwischen Innenstadt und Kiellinie – zum Kleinod gewandelt.

 Zwischenzeitlich drohte die Standort-Diskussion um das Partikeltherapiezentrum alle Ideen, die Anlage in frischem grünen Glanz erstrahlen zu lassen, zunichte zu machen. Zum Glück, so Todeskino, habe man sich auf den gesetzlichen Schutz des Areals berufen können. 2006 begannen die ersten Baumaßnahmen, wurden barrierefreie Zugänge geschaffen, die geschwungenen Wege mit feinem Kies gedeckt und die Rabatten bepflanzt. Die Hauptarbeit machten etwa 30 Auszubildende des Grünflächenamtes, dankte Todeskino.

 Sechs Jahre zog sich die Umgestaltung hin, die die Stadt insgesamt etwa 750.000 Euro kostete. Doch viele Bürger halfen mit, den Park zu einem der „attraktivsten Gärten an der Förde“ (Todeskino) gestalten zu können. Unterstützung kam nicht nur vom Unternehmen Fielmann, das für die Baum- und Sträucherpflanzung etwa 200.000 Euro stiftete, sondern auch von der Bürgerstiftung, Brunswiker Stiftung und etlichen Bürgern, die für die Aufstellung von 30 Parkbänken spendeten.

 Wie sehr sich der frühere abgeschirmte Lustgarten für den Adel zum beliebten öffentlichen Park gewandelt hat, zeigte das Lob der Gäste, die sich von 15 bis 22 Uhr beim Fest vergnügten. Konzerte der Musikschule, barocke Tänze, Ballett, Kunststücke von Falken und Jagdhunden, abends Lesungen, Licht- und Farbspiele und eine Nachtführung zum Finale – das Programm animierte zum „Flanieren durch das Gartenjuwel“, wie Reiner Peters vom Grünflächenamt bereits während der Festvorbereitungen feststellen konnte.

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