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Kiel Kiel verbucht Millionen-Plus
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10:00 02.03.2018
Von Martina Drexler
Der Haushalt 2017 ist für Kiel der beste seit 2003. Auch für den scheidenden Kämmerer Wolfgang Röttgers hat es in seiner Amtszeit keinen besseren Etat gegeben. Quelle: Frank Peter
Kiel

Statt einem prognostizierten Defizit von 20 Millionen Euro verzeichnet die Stadt jetzt das beste Haushaltsergebnis seit 2003. Im zweiten Jahr in Folge erhält sie Überschüsse, während sie in den Jahren davor fast immer tief in den Miesen steckte.

Mehrere Gründe führten laut Kämpfer zu dem erfreulich hohen Geldsegen: Man habe zurückhaltend gewirtschaftet und seriös geplant, sagt der Verwaltungschef. Aber auch die gute Wirtschaftslage und die niedrigen Zinsen entlasten den Haushalt ebenso wie die Finanzhilfen von Land und Bund. Besonders stolz sind Röttgers und Kämpfer, dass sie das gute Ergebnis präsentieren können, obwohl die Ausgaben für Bildung, Integration und Sozialleistungen deutlich steigen. Zudem hat die Stadt Kiel im Gegensatz zur Stadt Lübeck, die 40 Millionen Euro plus feierte, die Konsolidierungshilfe von 15 Millionen Euro noch nicht eingerechnet.

Riesiger Schuldenberg von mehr als 400 Millionen Euro bleibt

Den Haushaltsplan für das laufende Jahr verabschiedete die Ratsversammlung Ende 2017 mit einem prognostizierten Defizit von 8,3 Millionen Euro. Schon jetzt sei abzusehen, dass das Defizit sich auf 2,5 Millionen Euro verringere. Rechne man die 15 Millionen Euro Konsolidierungshilfe am Ende des Jahres dazu, werde sich der Etat wieder deutlich mit einem Plus von 12,5 Millionen Euro verbessern, so Röttgers. Ähnlich positiv schätzt die Stadt die Lage für 2019 ein. Auch dann rechnet sie mit einem hohen Überschuss.

Erkauft werden die Lichtblicke jedoch mit der „Vernachlässigung des Eigentums“, wie Kämpfer beklagt. Denn nach wie vor gibt es nicht genügend Geld für den Unterhalt maroder Straßen, Stadtentwässerung und Schulen. Der Investitionsstau in der Infrastruktur umfasst nach seinen Angaben mittlerweile eine halbe Milliarde Euro. Was auch bleibt, ist der riesige Schuldenberg von mehr als 400 Millionen Euro. Röttgers ergänzt: „Wir brauchen einen Fonds, um von den Altschulden herunterzukommen.“

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