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Kiel Die Kieler Feuerwehr steht bereit
Kiel Die Kieler Feuerwehr steht bereit
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07:00 25.07.2018
Von Kristiane Backheuer
Viele Feuerwehrmänner aus Kiel haben sich gemeldet, um in Schweden zu helfen. Quelle: Karin Jordt (Archiv)
Kiel

„Wir haben genügend Freiwillige für so einen Sondereinsatz zusammen.“ Kriterien seien dabei auch Abkömmlichkeit und Qualifikation gewesen. Gestern galt der Einsatz allerdings noch als unwahrscheinlich.

Einsatzdauer möglicherweise sieben Tage

Die Freiwilligen kommen sowohl von der Berufsfeuerwehr Kiel als auch von den zehn Freiwilligen Wehren der Landeshauptstadt. Der oberste Feuerwehrchef Thomas Hinz rechnet mit einer möglichen Entsendung von bis zu 34 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen. Auf der Facebook-Seite der Feuerwehr ist von vier Löschfahrzeugen zuzüglich verschiedener Logistik- und Versorgungsfahrzeuge sowie Rettungsdienstfahrzeugen die Rede. Bei der Einsatzdauer geht Hinz von sieben Tagen aus. Vor Ort ist die Übernachtung auf Feldbetten in einer Art Zeltlager angedacht. In der Berufsfeuerwehr arbeiten derzeit rund 300 Beamte. Die Freiwilligen Feuerwehren Kiels haben rund 500 Aktive. Es seien genügend Ressourcen da, um auch bei einem eventuellen Feuer in Kiel und Umgebung voll einsatzbereit zu sein, so Hinz.

Innenminister erfreut über Bereitschaft

In der vergangenen Woche hatte Schweden beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn um Hilfe gebeten. Das Bundesamt wiederum hatte die Innenminister angeschrieben. Die schickten unverbindliche Anfragen an ihre Wehren. Kiels Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) zeigte sich erfreut über die vielen positiven Rückmeldungen. Momentan seien aber alle konkret angefragten Anforderungen der Schweden nach speziell für die Bekämpfung von Waldbränden qualifizierten Kräften erfüllt, so Grote. „Da aber nicht abzusehen ist, wie die Lage sich weiter entwickeln wird, werden wir weiterhin Hilfe im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten anbieten“, sagte Grote. „Dies können zum Beispiel einzelne Unterstützungseinheiten mit Löschfahrzeugen und Personal sein.“

Viele Freiwillige aus dem Land wollen helfen

Der Landesfeuerwehrverband, der vier Berufswehren und 1349 Freiwillige Wehren mit knapp 50000 Aktiven vertritt, spricht von vielen Hilfsangeboten aus ganz Schleswig-Holstein. „Wir mussten aber feststellen, dass die in unserem Lande verfügbaren Einsatzmittel wie erwartet nicht den Anforderungen der schwedischen Einsatzlage entsprechen“, so Landesbrandmeister Frank Homrich. „Schleswig-Holstein ist eines der waldärmsten Länder der Bundesrepublik. Daher verfügen wir nicht über entsprechend große wasserführende und geländegängige Fahrzeuge und der nötigen Logistik, um in den ausgedehnten Waldgebieten Schwedens effektiv, autark und über einen längeren Zeitraum helfen zu können.“

Bisher hilft nur ein deutsches Bundesland bei den Waldbränden in Schweden. „Seit Montag ist eine bodengebundene Waldbrandbekämpfungseinheit aus Niedersachsen mit zwölf Fahrzeugen und 52 Einsatzkräften im Einsatz vor Ort“, sagte Sören Schmidt, Sprecher des Bundesinnenministeriums.

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