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Neubau als Mehrzweck-Arena?

Holstein-Stadion Neubau als Mehrzweck-Arena?

Der Sozialverband (SovD) und die Stiftung Drachensee fordern eine inklusive Mehrzweck-Arena für Kiel. "Die Erweiterung des Holstein-Stadions auf 25.000 Plätze bietet die Chance für ein einmaliges Projekt", sagen Sven Picker, stellv. SovD-Landeschef, und Klaus Teske von der Stiftung Drachensee.

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Das Holstein-Stadion wird erst einmal tauglich für die Zweite Liga gemacht.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Bisher ist es nur eine Vision, doch Teske und Picker sind nach etlichen Gesprächen mit Fachleuten von der Umsetzbarkeit überzeugt. "In ganz Deutschland gibt es keine einzige Sport- und Veranstaltungsarena, in der das inklusive Leitbild umgesetzt ist", sagt Picker, "wir haben hier in Schleswig-Holstein die Chance, gemeinsam solch einen Ort zu gestalten, in dem Holstein Kiel seine Spiele austragen kann und andere Veranstaltungen möglich werden." Damit könne das Land nicht nur Vorreiter werden, sondern auch ein neues Wahrzeichen und Identifikationsobjekt für die Bürger im Land schaffen: "Wenn es klappt, gewinnt das Wir."

Alle sollten diese Arena nutzen können – unabhängig von Alter, Einschränkungen oder Herkunft. Das würde bedeuten: Von den Informationen, dem Buchungs- und Reservierungssystem, An- und Abreise über Leitsysteme und Informationstafeln bis hin zu allen Teilen der Arena müsste alles barrierefrei gestaltet werden. Teske und Picker halten nicht nur besonders geschultes Personal für wünschenswert, sondern auch ein inklusives Beschäftigungsprojekt. "Das würde die Möglichkeit eröffnen, auch große Organisationen als Geldgeber ins Boot zu holen", ist Picker sicher. Er habe da schon an einer Stelle vorgefühlt.

Ob die inklusive Mehrzweck-Arena Realität wird, hängt von vielen Faktoren ab. "Der Totalumbau wäre ja fast ein Neubau", sagt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, "im Moment bereiten wir erst einmal den Bebauungsplan vor, aber viele Fragen sind noch offen: ob die Arena überhaupt kommt, wie es aussehen soll, wie es finanziert werden kann und wer Träger wird." Kämpfer betont aber, dass sich Kiel als inklusionsfreundliche Stadt versteht.

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