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Kiel Mehrkosten in Millionenhöhe
Kiel Mehrkosten in Millionenhöhe
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22:26 04.07.2018
Von Kristian Blasel
Erst nach dem Abriss der Ostkurve wurde klar, dass der Boden dort kontaminiert ist. Nun drohen erhebliche Mehrkosten. Quelle: Sonja Paar
Kiel

Stadt, Verein und Land waren im Vorjahr davon ausgegangen, dass der erste große Schritt zum Umbau des Stadions 10,4 Millionen Euro kosten würde. Sieben Millionen Euro will das Land übernehmen, die verbleibenden 3,4 Millionen teilen sich Stadt und Holstein. „Mir ist es wichtig, frühzeitig Transparenz herzustellen und das mit allen zu besprechen“, sagt Stöcken, der nicht damit rechnet, dass sein Worst-Case-Szenario auch eintritt. Von Mehrkosten in Höhe von zehn Prozent gehe er aber aus. „So eine Baukalkulation ist immer eine Wundertüte.“

Wer die Mehrkosten für das Holstein-Stadion übernimmt, ist noch unklar

Noch ist unklar, wo das zusätzliche Geld herkommen soll. Stöcken kündigte an, die Verteilung in „entsprechenden Verhandlungen“ mit Verein und Land zu klären. Holstein-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke will sich zu dem Thema erst äußern, wenn es ein klärendes Gespräch aller Beteiligten gegeben hat. Zurückhaltende Signale gibt es vom Land. „Aus Sicht des Ministeriums gibt es derzeit kein Mandat, die Maßnahme über die für den Bauabschnitt zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von bis zu sieben Millionen Euro hinaus zu fördern“, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Bis zum Sommer 2019 soll in dem Bereich der ehemaligen Gästekurve eine Tribüne mit einem Fassungsvermögen für 4500 Zuschauer (2782 Steh- und 1702 Sitzplätze) entstehen.

Ein Problem: Der Boden unter der alten Osttribüne ist kontaminiert

Nach Angaben von Stöcken entstehen die Mehrkosten vor allem durch Genehmigungsauflagen oder Sicherheitserfordernisse, die „im Laufe der Bauvorbereitung konzeptionell neu zu bewerten waren“. Hinzu kommt, dass der Boden unter der alten Osttribüne kontaminiert ist, wie erst nach dem Abriss festgestellt wurde. In den nächsten Wochen werde entschieden, ob er komplett ausgetauscht und entsorgt werden muss, was allein eine halbe Million Euro zusätzlich kosten würde.

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