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Kiel 10 Jahre Sprachschule "In Sachen Englisch"
Kiel 10 Jahre Sprachschule "In Sachen Englisch"
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07:00 18.09.2015
Von Jana Ohlhoff
Für Joan und Peter Crossley funktioniert der Englischunterricht am besten in gemütlicher Atmosphäre bei einer Tasse Tee und Smalltalk. „Wir legen viel Wert auf lockere Gesprächsrunden.“ Quelle: Sven Janssen

Angefangen habe eigentlich alles mit den Kaminabenden: „Ich hatte schon immer den Traum, Englisch in kleinen Gruppen zu unterrichten. Im November 2005 haben mein Mann und ich daher nach meiner Pensionierung begonnen, individuelle Kurse vor unserem Kamin abzuhalten“, erzählt die Rentnerin. Aufgrund der starken Nachfrage sei das allerdings schnell zu eng geworden. „Als dann vor acht Jahren die Wohnung im Erdgeschoss frei geworden ist, haben wir die Gunst der Stunde genutzt und dort einen Unterrichtsraum eingerichtet.“

 Heute kommen neben Lehrern, Anwälten und Goldschmieden auch Ärzte, Künstler und Schüler zum Englisch lernen vorbei. „Neben Business-Englisch bieten wir natürlich auch gezielte Prüfungsvorbereitung für die Schule sowie Sprachübungen für den Alltag und Urlaub an. Wir legen dabei viel Wert auf lockere Gesprächsrunden“, sagt Joan. Gelernt wird in kleinen Gruppen mit maximal fünf Personen – in einem Unterrichtsraum, der dank einer gemütlichen Couch und modernen Sesseln eher an das eigene Wohnzimmer erinnert. „Unser jüngster Teilnehmer ist elf Jahre alt, unser ältester 90. Die meisten bleiben uns über Jahre treu.“

 Früher arbeitete Joan an der Volkshochschule in Kiel. Sie leitete dort bis 2005 die Fremdsprachenabteilung. „Da war ich natürlich nicht nur für Englisch sondern für alle Sprachen zuständig“, erinnert sich die Kielerin, die nebenbei als Schriftstellerin tätig ist. Insgesamt fünf Bücher habe sie bereits veröffentlicht – eines sogar über den Kieler Dreiecksplatz. Und ein sechstes ist bereits in Arbeit: „Ich bin zwar etwas im Verzug. Aber soviel sei verraten: Es handelt sich um eine Zusammenfassung aus mehreren Biografien.“

 Einen Hang zu Fremdsprachen hatte die gebürtige Schottin schon immer. „Bevor ich vor 40 Jahren mit meinem ersten Ehemann nach Kiel gekommen bin, habe ich an der Universität in Leeds moderne Fremdsprachen und Philosophie studiert. Mein Schwerpunkt lag dabei auf Englisch, Französisch und Deutsch.“ Auch ihr Ehemann Peter, der erst vor zehn Jahren von England nach Deutschland umgesiedelt ist, blickt mit einem Französisch-, Kunstgeschichte- und Wirtschaftsstudium auf eine fundierte sprachliche Ausbildung zurück. „Da ich jahrelang im internationalen Marketing gearbeitet habe, übernehme ich in der Regel unsere Business-Englisch-Kurse“, so der Rentner. Zusätzlich gäbe er in Firmen sogenannte In-House-Seminare und unterrichte an der Volkshochschule in Molfsee.

 Unterstützung bei der Verwirklichung ihres Traums und beim Schritt in die Selbstständigkeit bekam das Paar nicht. „Wir haben alles über Eigenkapital finanziert“, erklärt Peter und ergänzt nicht ohne Stolz: „Mittlerweile trägt sich unser Klein-Unternehmen aber selbst.“ Bereut haben die beiden ihre Entscheidung nie. „Wir arbeiten auch heute noch von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr“, sagt Joan. Allerdings gönne sich das Ehepaar zwischen den Kursen immer wieder eine Pause. Und sei es nur für eine Tasse guten englischen Tees. Ans Aufhören denken sie noch lange nicht: „Unsere Arbeit belebt uns und gibt uns Lebensqualität. Darauf wollen wir nicht verzichten.“

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