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Kiel Heiteres am Ende des Lebensweges
Kiel Heiteres am Ende des Lebensweges
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08:00 19.04.2017
Von Karin Jordt
Die heiteren Lesungen laden dazu ein, das Haus kennenzulernen. Annika Weerts, Hospizleiterin/Pflege, freut sich, dass Christian Lange-Warnholz und Anne Westphal (von links) sich ehrenamtlich engagieren. Hündin Lotti ist bei den Gästen sehr beliebt. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Öffentlich und kostenlos sind die unterhaltsamen Veranstaltungen an jedem letzten Donnerstag der ungeraden Monate, und zwar um 19 Uhr. Bei Laugenstangen und Getränken stellen Autoren ihre Werke vor – oft mit musikalischer Begleitung. Zum Programm gehören vor allem heitere Geschichten. Die Besucher können nicht nur einen entspannten Abend erleben, sondern auch die Schwellenangst verlieren. „Es ist ein Angebot, uns kennenzulernen“, sagt Annika Weerts, Hospizleiterin/Pflege.

Das Hospiz ist ein Ort zum Sterben, aber dennoch voller Lebensfreude. Das wird auch bei den Lesungen deutlich, die eher amüsant sind. Um passende Autoren zu finden, „halten wir Augen und Ohren offen“, sagt Anne Westphal, die außerdem ehrenamtlich am Eingangstresen, in der Küche und bei der Dekoration hilft.

Es sind meist kleine Dinge, die Sterbenskranke sich wünschen und die das Team nach Kräften erfüllt: Noch einmal die Sonne im Gesicht spüren oder den Frühling riechen. Eine letzte Currywurst oder ein Glas Wein, noch einmal ein Eis essen, Lieblingsmusik hören. In der Herberge für Menschen am Ende des Lebensweges helfen knapp 80 Ehrenamtliche den Profis. „Das macht vieles möglich, was wir sonst nicht könnten“, erklärt Annika Weerts. Zurzeit werde noch flexible Hilfe im Servicebereich für das Abendessen gesucht.

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