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Kiel Konzept gegen drohende City-Verödung
Kiel Konzept gegen drohende City-Verödung
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07:00 21.07.2017
Von Jürgen Küppers
Innenstadt-Managerin Janine-Christine Streu (li.) mit einem Plakatentwurf für Schaufenster leerstehender Geschäfte: Peter C. Kowalsky, Jan Christoph Kersig, Ulf Kämpfer, Norbert Radszat, Uwe Wanger und Sönke Bergemann (v.li.) starteten nun eine Initiative gegen den Leerstand in der City. Quelle: Ulf Dahl

Doch bei der Auftakt-Veranstaltung für das neue Innenstadt-Management wurde auch deutlich: Es kann Jahre dauern, bis in die derzeit 28 leerstehenden Gewerbeflächen in Kiels City dauerhaft wieder Leben einzieht. Jetzt gehe es erst einmal darum, attraktive Zwischennutzungen zu finden.

Erste ernsthafte Interessenten für solche Zwischennutzungen (sogenannte Pop-ups) gibt es nach Angaben der seit zwei Monaten amtierenden Innenstadt-Managerin Janine-Christine Streu bereits – darunter zum Beispiel die Kunsthalle, die Stadtwerke, der Wachholtz-Verlag oder die Muthesius Kunsthochschule. „Ausstellungen in den jetzt noch leerstehenden Ladenlokalen sind ebenso denkbar wie Veranstaltungen oder Kreativ-Werkstätten, die Möglichkeiten dafür sind vielfältig.“

Das Problem dabei: Immobilieneigentümer müssten zumindest bis zur dauerhaften (Wieder-)Festvermietung ihre Mietforderungen für die Pop-ups auf ein Minimum reduzieren. Erfreulicherweise sei die Handelshof GmbH, Vermieterin der Pavillons auf dem Alten Markt, dazu mittlerweile bereit. „Aber das reicht noch nicht, es müssen noch weitere Vermieter hinzukommen“, betonte Janine-Christine Streu.

Zumindest das Startkapital für das Innenstadt-Management ist gesichert. Rund 180000 Euro stehen dafür nach aktuellem Stand in den kommenden drei Jahren zur Verfügung. Etwa die Hälfte davon kommt von der Stadt, der Rest von den Immobilieneigentümern. Die beiden zur Erstellung eines Handlungskonzeptes beauftragten Gutachter Peter Kowalsky (Projekt M) und Norbert Radszat (Loc-Con) siedelten das Startkapital allerdings „an der Untergrenze“ an, um ein „erfolgreiches und konstant sichtbares Leerstandsmanagement" zu betreiben. Dafür nötig seien rund 450 000 Euro.

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