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Kiel Hier werden in Kiel Fahrräder geklaut
Kiel Hier werden in Kiel Fahrräder geklaut
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05:00 10.07.2018
Von Niklas Wieczorek
Gar nicht so schwer wie gedacht: Ein Fahrradschloss mit dem Bolzenschneider durchzutrennen, geht schnell. Den Ermittlern zufolge ist kaum ein Schloss ein sicherer Diebstahlschutz. Doch manche Schlösser erfordern zumindest mehr Zeit. Quelle: Sven Janssen
Kiel

So moniert der ADFC, auch die Häufigkeit von Fahrraddiebstählen pro 100 000 Einwohner in der Landeshauptstadt liege weiter höher als in der ähnlich großen Hansestadt Lübeck, erklärt der stellvertretende Vorsitzende und Sprecher Axel Dobrick. Bauchrowitz dagegen lobte: "Die Kollegen der EG Speiche konnten mehrere Tatverdächtige ermitteln und zum Teil internationale Verschiebungen aufklären." Die Arbeit der EG Speiche könnte zu einer Reduzierung der Taten beigetragen haben, erkannte auch Dobrick an.

2017 gingen die Fälle stark zurück

Wie gehen diese Ermittler vor? "Wir bearbeiten alle Fälle, sobald es einen Anfangsverdacht für einen Täter gibt", erklärt Mirko Haack in der Wache des 2. Polizeireviers in der Falckstraße, wo die Gruppe beheimatet ist. Das heißt: Erst bei einem Hinweis, wer das Rad gestohlen haben könnte, sehen sie auch einen Ansatz. 3128 angezeigte Fälle gab es 2015, im Folgejahr 3314 – dann wurde die EG Speiche eingeführt: 2017 gingen die Fälle um fast 36 Prozent zurück. Inzwischen wirkt die Gruppe mit drei Sachbearbeitern und einer Schreibkraft. "Je mehr man in einem Deliktsbereich arbeitet, desto mehr fällt auch auf", sagt Haack rückblickend.

Ganz genau wollen sich die Ermittler nicht in die Karten schauen lassen. Aber: Ziel sei es, "wiederkehrende Strukturen" in den Fällen zu erkennen und sie so zu verhindern. Auch als Abschreckungseffekt: Mehrfachtäter sollen erkennen, dass sie im Fokus der Polizei stehen. Erkennbar sei: "Das Gros der Täter sind Drogenabhängige", so Haack. Ein Fahrrad stehlen und das möglichst schnell zu Geld zu machen, sei das oberste Ziel. Umso entscheidender sei die bestmögliche Diebstahlsicherung.

Ganz sicher kann man nie gehen

So ganz lässt sich ein Fahrrad allerdings nicht vor Diebstahl sichern, so Fachleute. Doch es gebe neben guten Schlössern weitere Wege, den Klau zu erschweren: Das Fahrrad unterstellen, also in einen abschließbaren Raum, erhöhe die Sicherheit. Aber auch schon ein zweites Schloss von anderer Beschaffenheit als das erste bedeute Aufwand für Verbrecher und das Risiko aufzufallen. Wichtig seien also auch Aufmerksamkeit und Zivilcourage anderer Kieler. Der ADFC rät außerdem: Stellen Sie Ihr Fahrrad nicht an einsamen Plätzen ab, wechseln Sie regelmäßig den Abstellort – und machen Sie Ihr Rad unverwechselbar.

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