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Kiel Planetarium seit 50 Jahren in Kiel
Kiel Planetarium seit 50 Jahren in Kiel
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08:00 16.12.2018
Eduard Thomas zeigt den Projektor, mit dem vor 50 Jahren die Sterne auf die Kuppel des Kieler Planetariums geworfen wurden. Quelle: fpr: Frank Peter
Kiel

Zum Sternenhimmel geht es die Treppe hinunter ins Untergeschoss. Unter der im Durchmesser neun Meter messenden Kuppel gibt es 64 Plätze. „Auf jedem Platz haben schon 10000 Leute gesessen“, sagt Eduard Thomas, der Direktor des Mediendoms. Sechs Video-Projektoren sind im Einsatz. „Wir arbeiten mit Computergrafik auf höchstem Niveau“, so Markus Schack, technischer Leiter des Mediendoms.

Im Planetarium wird lange vieles improvisiert

Der erste Planetariumsprojektor, der in der Kuppel im Knooper Weg im Einsatz war, stammt aus den frühen 1940er-Jahren. Bis Anfang der 1990er-Jahre werden mit ihm die Sternenbilder der Nordhalbkugel gezeigt. "In den 1960er-Jahren wurde die Kuppel eingerichtet, aber es gab kein Geld. Die Knöpfe im Schaltpult waren gebrauchte Schalter, die die Post im Telefonumfeld eingesetzt hatte“, so Eduard Thomas.

Auch in den Jahren nach der Eröffnung wird viel improvisiert. In den 1980er-Jahren werden mehrere gebrauchte Diaprojektoren gekauft, deren Bild mithilfe von Rasierspiegeln auf die Kuppel geworfen werden. Man musste genau wissen, welches Dia an welcher Stelle war“, so Berit Thomas, die Frau von Eduard Thomas.

Aufgrund von Asbest ist eine Sanierung nötig

1989 musste das Planetarium wegen Asbestgefahren schließen. Nach der Sanierung wurde es 1993 wiedereröffnet. „Da war das Improvisieren vorbei“, sagt Eduard Thomas. Ein Planetariumsprojektor mit Computersteuerung wurde angeschafft, Videoprojektion war nun möglich.

Der Mediendom wird 2003 eingeweiht

1997 beginnen die Planungen für den Mediendom. 2003 erfolgt der Umzug ans Ostufer. Insgesamt entstanden am Mediendom oder mit seiner Beteiligung bislang über 60 Produktionen.

Das Programm des Mediendoms beschränkt sich nicht auf den Blick in die Sterne, auch Produktionen für Kinder, etwa Lars Eisbär, oder Veranstaltungen mit Livemusik gehören dazu. „Wir können hier auch Achterbahn fahren, aber was wir wollen, ist Wissenschaft zu kommunizieren“, so Eduard Thomas.

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Während der vergangenen 50 Jahre hat sich auch abgesehen vom Standort einiges im Planetarium verändert.

Von Jördis Merle Früchtenicht

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