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Kiel Geld und Mentoren für junge Ideen
Kiel Geld und Mentoren für junge Ideen
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10:00 30.10.2018
Von Laura Treffenfeld
Lilly Gläser und Emma Döhler, Mitglieder des Jungen Rats, stellen ihr Projekt vor. Quelle: Juliane Häckermann
Kiel

„Wir wollen hier Jugendlichen die Chance geben, ein eigenes Projekt in die Tat umzusetzen“, erklärt Madeleine Brandt vom städtischen Kinder- und Jugendbüro. „Dafür stellt die Stadt insgesamt 2000 Euro zur Verfügung. Dieses Geld sollen die Jugendlichen eigenständig untereinander aufteilen“.

Die einzelnen Jugendgruppen werden durch sogenannte Mentoren begleitet, die ihnen unterstützend zur Seite stehen. Das Besondere hieran ist, dass auch die Mentoren nur wenig älter sind als die Ideengeber. „Das soll hier einen lockeren Rahmen haben, in dem jeder von jedem lernen kann“, so Brandt.

Erste Idee: Nachhilfe im Krankenhaus

Am 25. Oktober fand die Eröffnung des Projektes im Jugendcafé „Raum 4U“ statt. Es gab ein kleines Büfett, eine Kennenlernrunde und die ersten Gespräche. Dann wurden die ersten Ideen vorgestellt. So soll Kindern, die durch eine Krankheit gezwungen sind, länger im Krankenhaus zu bleiben, Nachhilfe gegeben werden, berichtete eine Gruppe. Denn diese Kinder verpassen oft einiges in der Schule. Den kleineren Kindern würden Geschichten vorgelesen. Zwei Schülerinnen der Gruppe hätten bereits zuvor versucht, mit dem UKSH Kontakt aufzunehmen und ihre Idee anzubieten. Sie seien jedoch immer wieder vertröstet worden. Nun erhoffen sie sich durch den Rahmen der Jugend Projekt Challenge Hilfe bei ihrem Vorhaben.

Die Idee von Emma Döhler und Lilly Gläser sieht eine gemeinsame Fahrt nach Berlin mit dem Jungen Rat vor. Sie möchten organisieren, dass sich dabei alle besser kennenlernen. Die Schwierigkeit sehen die beiden in den unterschiedlichen Altersklassen der Teilnehmer. „Wir haben 13- bis 20-Jährige dabei und wissen noch nicht genau, was wir machen können, damit für alle etwas dabei ist“, sagt Emma Döhler.

Mentor wurde vorher geschult

Für diese Idee konnte sich auch Mentor Iljas Gasimov begeistern. Der 23-jährige Chemie- und Physikstudent ist bei einem Lehrgang vorab zum Mentor geschult worden und freut sich nun darauf, den jungen Leuten auf Augenhöhe unter die Arme greifen zu können. „Es ist eine unkonventionelle Idee, und ich finde es spannend, die Zielstrebigkeit der Jugendlichen unterstützen zu dürfen“, so Gasimov.

In anderen Städten konnte die Jugend-Projekt-Challenge bereits Erfolge verzeichnen. In Lüneburg beispielsweise haben Jugendliche mit ihrem Startkapital Flyer gedruckt, um Sponsoren zu finden – mit diesen haben sie dann ein Festival organisiert.

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