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Kiel Immer weniger junge Straftäter
Kiel Immer weniger junge Straftäter
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15:09 04.09.2018
Von Niklas Wieczorek
Stellten zufrieden den Jugendkriminalitätsbericht vor (v.li.): Inja Möller (Jugendhilfe), Rolfpeter Ott (Polizei Kiel), Renate Treutel (Jugenddezernentin) und Axel Noll (Sozialzentrum Gaarden). Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

"Das ist ein Super-Rekord-Tief der Jugend durch fast nix Anstellen", kommentierte die städtische Jugenddezernentin Renate Treutel bei der Vorstellung des Berichts zur Jugendkriminalität im Ratsherrenzimmer. Die Jugendkriminalität sinke seit genauer Erfassung der Stadt im Jahr 1996 fast kontinuierlich – und auch die neuesten Zahlen seien "Wasser auf die Mühlen unserer Mühen um Prävention".

Ein erklärbarer Anstieg

Von 2473 auf 3559 Straftaten, die junge Kieler zwischen 14 und 21 Jahren begangen haben, schnellte die Statistik von 2016 auf 2017 zwar nach oben. Bereinigt um zwei Einzeltäter – einen Betrüger 2016, der mehr als tausendfach aktenkundig wurde, und einen Stalker 2017 mit 2227 Fällen – sank die Anzahl der Straftaten jedoch erneut. Und das passt auch zu den weiter sinkenden Gesamtzahlen der jungen Straftäter insgesamt: 472 wurden 2017 aktenkundig, 2016 waren es noch 573 gewesen.

Rolfpeter Ott, derzeit stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Kiel, bestätigte, dass es selbstverständlich weiterhin Bereiche gebe, in denen Sorgen angebracht seien: Der Handel mit Betäubungsmitteln sei beispielsweise angestiegen (von 66 auf 133), was auch durch intensivierte Bemühungen der Polizei aufgefallen sei. "Wir stellen verstärkt Plantagen fest", schilderte Ott, dass Cannabisanbau in jeglicher Größe angestiegen sei. Auch Sachbeschädigung hat stark zugenommen (von 49 auf 94 Fälle).

Auch Gaarden und Mettenhof positiv

Die insgesamt positive Entwicklung freute sich Treutel aber fernab davon in jedem Stadtteil festzustellen: In Mettenhof und Gaarden nehmen die Zahlen ebenfalls ab. "Ganz besonders toll", so Treutel, und: "wichtig, das auch in die Öffentlichkeit zu tragen". Axel Noll, Sozialzentrumsleiter in Gaarden, bestätigte das und sah eine veränderte Freizeitgestaltung der Jugend, die sich weniger in Gruppen auf den Straßen aufhalte. "Viele sind jetzt natürlich auch ganztags in der Schule", warf Treutel ein. Sie ist ebenfalls Bildungsdezernentin.

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