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Kiel Zoff um Aufsteller geht weiter
Kiel Zoff um Aufsteller geht weiter
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08:00 07.03.2019
Von Jürgen Küppers
Bitte mal rechts von der blauen Linie in die Küterstraße abbiegen: Diesen Hinweis möchte der Sprecher des Förderkreises Kieler Altstadt, Uwe König, gerne kenntlich gemacht sehen, um Kunden von Kreuzfahrtschiffen auch dorthin zu leiten. Quelle: Frank Peter
Kiel

Wie KN-online berichtete, beschweren sich Kaufleute in der Küterstraße darüber, dass sie für Aufsteller vor ihren Geschäften künftig an die Stadt zahlen sollen oder Werbetafeln unter Umständen sogar ganz entfernen müssen – und dies ausgerechnet in einer existenzbedrohenden Situation angesichts stark rückläufiger Kundenfrequenz durch Baustellen und Straßensperrungen.

Diese prekäre Situation, die sich aktuell durch die zwischenzeitliche erneute Sperrung der Holstenstraße weiter verschärfe, wurde aus Sicht von Uwe König von der Stadt aber nicht berücksichtigt: „Statt nach Kompromisslösungen zu suchen, lässt sie die Geschäfte kontrollieren und erhöht damit den Druck auf Kaufleute, die um ihr Überleben kämpfen müssen.“

Stadt bestreitet Verschärfung von Kontrollen

Eine Verschärfung der Kontrollen bestritt jedoch die Sprecherin der Stadt, Kerstin Graupner. Es gebe lediglich „regelmäßig Rundgänge“ in der Innenstadt. Ziel sei es, die Richtlinien im Gestaltungsleitfaden nun gemeinsam mit Kaufleuten „in gelebte Praxis“ umzusetzen.

Nach Lösungen sucht die Stadt offenbar auch bei der sogenannten blauen Linie. Diese farbige Markierung auf dem Straßenbelag lotst insbesondere Kreuzfahrttouristen durch die Innenstadt – allerdings an der Küterstraße vorbei, worüber sich die Kaufleute dort ärgern (wir berichteten).

Förderkreis Altstadt fordert Soforthilfe für Kaufleute

Uwe König reicht diese Ankündigung zur Überarbeitung der blauen Linie nicht. „Das dauert mit Sicherheit noch Lichtjahre, bis die Pläne möglicherweise auch umgesetzt werden. Aber die Innenstadtkaufleute brauchen jetzt dringend Hilfe.“

Die ließe sich aus Sicht des Förderkreis-Sprechers auch kurzfristig auf den Weg bringen. Zum Beispiel mit einem Abbiege-Pfeil von der blauen Linie Richtung Küterstraße und/oder durch eine gut sichtbare Hinweistafel auf die geschäftlichen Angebote dort.

Viel Zeit zum Handeln bleibt nicht

Mittelfristig wird sich die Situation nach Fertigstellung des Holsten-Fleets nach Einschätzung von Uwe König aller Voraussicht nach zwar entspannen. Aber so viel Zeit hätten manche Kaufleute in der Küterstraße nicht mehr, um ihre Geschäfte zu erhalten: „Deshalb brauchen sie kurzfristige, unbürokratische Hilfen sofort ohne langen Verwaltungsvorlauf.“

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