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Kiel Atlantic-Hotel bekommt eine kleine Schwester
Kiel Atlantic-Hotel bekommt eine kleine Schwester
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05:45 17.11.2016
Von Anne Steinmetz
Kleine Verschiebungen der Klinker sollen je nach Sonneneinfall für ein Spiel von Licht und Schatten an der Fassade des neuen Budget-Hotels sorgen, das zwischen dem Hotel Atlantic und dem neuen ZOB geplant ist. Quelle: Giorgio Gullotta
Kiel

„Wir haben das Gefühl, dass das Hotel eine gute Ergänzung zum ZOB und zum Atlantic-Hotel ist“, sagte Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) zu den Plänen des Architekten Giorgio Gullotta. Der Hamburger hat auch das Atlantic am Bahnhof entworfen.

Wie dieses wird auch das neue Hotel von der Bremer Zech-Gruppe gebaut. Das neue Hotel soll allerdings günstiger sein als das Atlantic – „Atlantic Budget Hotel“ lautet deshalb der Arbeitstitel. „Die beiden Hotels sollen sich ja nicht gegenseitig Konkurrenz machen“, sagte Todeskino.

 Zwischen Parkhaus und Atlantic-Hotel soll das neue „Atlantic Budget“ stehen und dabei direkt an die Kaistraße angrenzen. Die Busse fahren vom ZOB hinter dem Hotel ab, über die Zufahrt aus der Auguste-Viktoria-Straße. „Die Fassade des Hotels ist schlicht gehalten. Der rote Klinker passt gut zu den anderen Gebäuden im Umfeld“, erläuterte Architekt Gullotta, der eigens aus Hamburg angereist war, um die Pläne vorzustellen. Kleine Verschiebungen der Klinker in der Fassade erzeugten je nach Sonneneinfall ein Spiel von Licht und Schatten. „Das erinnert ein bisschen an Jugendstilbauten, bei denen auch mit der Klinkerfassade gespielt worden ist.“

 146 Zimmer werden auf sieben Geschossen untergebracht, damit bleibt das neue Hotel ein Stockwerk niedriger als das Atlantic. Außerdem wird eine Tiefgarage mit 96 Stellplätzen für die Gäste beider Hotels gebaut. Der hintere Teil im Erdgeschoss des „Atlantic Budget“ soll auch vom angrenzenden ZOB genutzt werden. „Hier können Ticketschalter und Reisebüros unterkommen, aber auch eine Pantry-Küche und ein WC für Busfahrer“, erläutert Gulotta.

 Die Besonderheit des neuen ZOBs wird nach Einschätzung des Architekten aber das Dach sein. „So etwas hat es nach unserer Einschätzung nicht schon einmal gegeben“, sagt Gullotta. Anstatt einer ebenen Fläche wollen die Architekten kleine, aneinandergrenzende Dreiecke auf der Überdachung des Busbahnhofs verteilen. Die eine Seite des Dreiecks soll begrünt werden, die andere aus Glas sein. „Wenn man vom Hotel auf das Dach herunterschaut, sieht es aus, als würde man auf eine Berglandschaft blicken. Gleichzeitig ist es unter dem Dach an den Bushaltestellen hell“, erläutert der Architekt. Bei der Konstruktion habe man auch an die Möwen und andere Vögel gedacht, die auf dem Grünbereich des Daches sitzen und vielleicht sogar brüten können, ohne dass der Dreck, den sie hinterlassen, stört. Auch vom Glas könne man den Möwenschiet problemlos entfernen, erläutert Gullotta. „Wir glauben, dass das Dach eine schöne Aufenthaltsqualität erzeugt.“ 15 Minuten sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer am Busbahnhof, erläutert Todeskino. „In dieser Zeit wollen wir die Reisenden nicht im Regen stehen lassen. Es war uns deshalb wichtig, dass die Haltestellen überdacht sind.“

 Linienbusse, der Kielius und auch die Fernbusse werden auch in Zukunft vom ZOB abfahren. „Ich bin sehr froh, dass wir die Fernbuslinien auch weiterhin am ZOB in der Innenstadt unterbringen“, sagt Todeskino. Aus seiner Sicht mache es keinen Sinn, die Fernbusse vor der Stadt abzufangen, wie es in anderen Städten der Fall sei. „Der Bedarf ist groß, und auch die Kreuzfahrer steigen in der Stadt auf den Fernbus um.“ Nach der aktuellen Planung soll das Parkhaus Mitte 2018 fertig sein. Die Fertigstellung des ZOB und des neuen „Atlantic Budget Hotels“ ist für Ende 2018 geplant.

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