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Kiel Bunkerbild in Gaarden bleibt erstmal
Kiel Bunkerbild in Gaarden bleibt erstmal
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14:00 30.01.2019
Von Jürgen Küppers
Bis zum bitteren Ende: Das 1987 entstandene Revolutionsbild von Shahin Charmi bleibt bis auf Weiteres so, wie es jetzt ist. Der Siegerentwurf eines städtischen Wettbewerbs, der das Bild eigentlich ersetzen sollte, wird voraussichtlich an anderer Stelle realisiert. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Im Klartext heißt das: Das von Wind und Wetter bereits stark gezeichnete Wandbild „Revolution und Krieg“ von Shahin Charmi ziert trotz vieler Blessuren auf unabsehbare Zeit weiter zwei Fassadenseiten des Bunkers. Das bedeutet auch: Aus den Plänen eines neuen Kunstwerks über dem alten wird erst einmal nichts.

Wie KN-online berichtete, sollte das neue Werk von Piotr Nathan, Professor an der Muthesius-Kunsthochschule, schon längst zum 100. Jahrestag des Matrosenaufstands (9. November) auf den Bunkerwänden fertiggestellt sein.

Das "Kachel"-Bild kommt nicht an die Bunkerwände

Doch der Plan einer Montage von 320 bemalten Alu-Platten über dem Sharma-Gemälde wird nach Angaben von Renate Treutel nicht in die künstlerische Tat umgesetzt: „Wir suchen nun einen neuen Standort für das Werk von Piotr Nathan, wenn möglich in Gaarden.“

Nach einem Gespräch mit dem Künstler habe der sich mit einem neuen Standort für seinen Entwurf mit dem Titel „Auf einmal hatte ich einen Schuss in der Milchkanne“ einverstanden erklärt.

Im Februar will die Stadt mehr Klarheit schaffen

Welche alternativen Standorte jetzt infrage kommen könnten, müssten entsprechende Prüfungen erst noch ergeben, erklärte die Dezernentin im Kulturausschuss. Für dessen Februarsitzung kündigte sie eine entsprechende Beschlussvorlage zum Iltisbunker an.

In der Vorlage enthalten ist dann auch eine Antwort auf die Frage, wie es aus Sicht der Verwaltung für das 1987 entstandene Wandgemälde von Shahin Charmi „Revolution und Krieg“ weitergehen soll.

Altes Bild verwittert weiter und "lebt aus"

Auch dazu äußerte sich Renate Treutel im Kulturausschuss. Laut aktuellem Stand folgt die Stadt einer von den Denkmalschützern ins Feld geführten Option, das Bild weiter „ausleben“ zu lassen – also einer weiteren Verwitterung auszusetzen.

Ob es dann irgendwann von selbst verschwindet oder vorher wieder durch frischen Farbauftrag ersetzt werden könnte, ließ die Dezernentin offen: „Das müssen wir dann sehen. Sicher ist jedenfalls, dass den Gaardener Bürgern das Wandgemälde sehr am Herzen liegt.“

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