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Kiel Kleingärten stehen komplett unter Wasser
Kiel Kleingärten stehen komplett unter Wasser
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14:04 11.02.2018
Von Niklas Wieczorek
Die Kleingärten im Vordergrund stehen vollständig unter Wasser: Hans-Jörg Biskup wohnt dahinter "wie auf einer Warft". Quelle: Frank Peter
Kiel/Kronshagen

Im Garten von Hans-Jörg Biskup ist ein mehrere Quadratmeter großer Teich. Doch Biskup ist sauer – denn er hat den niemals angelegt. Die Überschwemmungen auf seinem Grundstück an der Grenze zwischen Kiel und Kronshagen stammen von einer nicht funktionierenden Entwässerung am Rande der Kleingartenanlage Alte Weide. Biskup wohnt seit 1979 hier, hat "früher nie Probleme gehabt", aber seit 2014 überflutet sein Garten immer wieder. Seit Jahren ist er mit der Stadt Kiel im Austausch: Im Grund liegt der Grund für die Überflutung. Die Drainage unter den benachbarten Kleingärten beginnt auf Kieler Gebiet und wird auf private Grundstücke in Kronshagen umgeleitet. Das ist auch die Analyse der Stadt. Vor einem Jahr habe es einen Lösungsansatz gegeben, erinnert Biskup sich: Eine neue Drainage sollte ins städtische System fließen.

Das Abfließen in das Kieler Entwässerungssystem werde vorrangig geprüft. "Es ist jedoch noch keine abschließende Entscheidung hierzu getroffen worden", so die Stadt. Die Anlagen und deren Pflege seien an den Kreisverband Kiel der Kleingärtner verpachtet. "Auch die Errichtung und Unterhaltung von Drainagen" gehöre zu den Pflichten des Generalpächters, heißt es.

Kleingartenverpächter arbeiten mit der Stadt an der Lösung

Dass auch die Nachbarn in den Kleingärten sauer sind, verstehe sich von selbst. Der Kleingärtnerverein Kiel pachtet dieses Gelände wiederum vom Verband und bestätigt auf Anfrage: "Wir haben von mehreren Pächtern Anfragen zu der Problematik des Hochwassers in den Kleingartenanlagen erhalten", so der Vorstand. Betroffen seien neben der Alten Weide auch Brunsrade, Dubenhorst, Kainrade-Stadt, Ziegelkoppel und Prüner Schlag sowie Steenbeker Moor. Man habe das Problem der Stadt gemeldet. Die vertröste allerdings auf das Frühjahr.

Die Stadt fasst zusammen: "Die Drainagen in den Kleingartenanlagen wurden stark vernachlässigt, was teilweise zu massiven Schäden geführt hat. Für die Jahre 2018 bis 2020 stehen insgesamt 150000 Euro für die Sanierung und Unterhaltung von Drainagen zur Verfügung."

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