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Kiel Tausende demonstrieren aus Solidarität
Kiel Tausende demonstrieren aus Solidarität
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19:06 03.09.2018
Von Karen Schwenke
"Mensch" steht während einer Kundgebung gegen rechte Gewalt auf einem schwarzen Schild auf dem Rathausplatz. Zeitgleich mit dem in Chemnitz organisierten Großkonzert hatte der DGB zu der Kundgebung in Kiel aufgerufen.  Quelle: Bodo Marks
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Kiel

„Wir setzen uns heute von hier aus für Respekt, Menschenwürde, Solidarität und Mitmenschlichkeit ein“, verkündete der Kieler DGB-Chef Frank Hornschu durchs Mikrofon. Die Gewerkschaft hatte zusammen mit dem Flüchtlingsrat anlässlich der von Gewalt begleiteten Demonstrationen in Chemnitz zu der Kundgebung aufgerufen. Etliche Parteien, Vereine, Verbände und Initiativen waren dem Aufruf gefolgt – laut Polizei versammelten sich rund 4000 Menschen auf dem Rathausplatz.

Viele weitere Kundgebungen geplant

„Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“, „Herz statt Hetze“ und „Solidarität“ war auf Plakaten zu lesen. Hornschu mahnte: „Hier im hohen Norden haben wir kein Verständnis dafür, dass Menschen gejagt, verletzt, angegriffen und tödlich verletzt werden.“ Lauter Beifall folgte auf seinen Ruf: „Nie wieder Faschismus!“ Martin Link vom Flüchtlingsrat kündigte an, dass dies der Auftakt sei „für viele Kundgebungen und Demonstrationen in Schleswig-Holstein gegen rassistisches Denken und Gewalt.“

Gemeinsamkeiten statt Unterschiede sehen

Auch viele Privatleute waren dem Aufruf zur Solidarität gefolgt. Die 56-Jährige Gabriele Eilberg-Fiedler hielt ein schwarzes Schild hoch mit der Aufschrift "Mensch". Man solle nicht auf die Unterschiede, sondern auf die Gemeinsamkeiten schauen, das sei ihre Botschaft, sagte die Lehrerin am Rande der Kundgebung. Der Neu-Kieler und Professor an der Muthesius-Kunsthochschule Frank Jacob (51) war mit seiner Familie gekommen und hatte "Gegen Rassismus und jede Form von Menschenverachtung" auf ein Plakat geschrieben. "Wir sind hoffentlich heute so viele Leute und zeigen damit genug Präsenz, dass daraus politiches Handeln folgt", sagte er. Als Familienvater wolle er nicht eines Tages die Frage beantworten müssen "Warum habt ihr nichts dagegen getan?".

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