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Kiel Kiel: Kurden-Demonstration vor Beginn beendet
Kiel Kiel: Kurden-Demonstration vor Beginn beendet
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17:05 14.01.2017
Von Jürgen Küppers
Unterstützer der militanten und verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK versammelten sich ebenfalls am Bahnhof. Quelle: Frank Peter
Kiel

Statt des geplanten Demonstrationszuges durch die Innenstadt blieb es bei einer etwa einstündigen Kundgebung mit etwa 120 Teilnehmern vor dem Bahnhof. Grund dafür: Die Demonstranten weigerten sich, einer Personenkontrolle aller Teilnehmer zuzustimmen.

Hier finden Sie Fotos von der Pro-Kurden-Demo in Kiel am 14. Januar 2017.

Die Polizei hatte vor einem Start des Demonstrationszuges diese Durchsuchung jedes Teilnehmers verfügt. „Denn es gab polizeiliche Erkenntnisse, dass einige von ihnen Schusswaffen mit sich führen und sie im Konfliktfall möglicherweise auch einsetzen“, begründete Polizeisprecher Oliver Pohl die Maßnahme, die die Demonstranten aber als „Repression“ werteten. „Wir glauben, dass die türkische Regierung Druck auf deutsche Behörden ausübt, um uns zum Schweigen zum bringen“, erklärte der Moderator der Kundgebung, Mazlum Eroglu. Als repressiv wertete er auch weitere Polizeimaßnahmen. Zum Beispiel die Durchsuchung eines Kleinlasters der Kurden oder die spontanen vorläufigen Festnahmen von fünf Demo-Teilnehmern. Laut Polizeiangaben handelt es ich bei den aus der Menge herausgezogenen Männern um wiedererkannte Straftäter, die bereits bei anderen Kurden-Demos in Kiel und Lübeck auffällig wurden. Beispielsweise soll einer von ihnen am 18. Dezember in Gaarden einen Beamten mit einer Eisenstange am Kopf verletzt haben.


Nach Feststellung der Identität wurden die Festgenommenen wieder auf freien Fuß gesetzt, entsprechende Strafanzeigen würden nun folgen. Ein weiterer Mann wurde vorläufig festgenommen, weil er keine gültigen Ausweispapiere besaß. Wie viele Beamte am Sonnabend im Einsatz waren, wollte die Polizei „aus taktischen Gründen“ nicht mitteilen.

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