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Kiel "Sailing Yacht A“ ist klar zur Jungfernfahrt
Kiel "Sailing Yacht A“ ist klar zur Jungfernfahrt
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21:45 31.01.2017
Von Frank Behling
Die „Sailing Yacht A“ ist fertig. Am Freitag soll das Schiff bei German Naval Yards offiziell verabschiedet werden. Quelle: Frank Behling
Kiel

Damit folgt das letzte Kapitel eines der spektakulärsten Neubauprojekte der deutschen Werften. Fast genau fünf Jahre ist es her, dass in der Fertigungshalle der Werft die ersten Stahlplatten zerschnitten wurden. Es war am 40. Geburtstag des russischen Auftraggebers Andrej Melnitschenko, der sich mit diesem Neubau den Traum von einem großen Segelschiff mit einer außergewöhnlichen Silhouette erfüllte.

 Zunächst war das Projekt streng geheim. Erst 2013 wurden erste Stahlsektionen und die beiden mächtigen Schiffsmotoren sichtbar. Im Dock 8 der Werft, umrahmt von einem extra gebauten Gerüst, wurde der Rumpf montiert. Der Neubau trug die Baunummer 787. Zur Tarnung wurde außerdem der Name „White Pearl“ im Schiffsregister eingetragen. Unter diesem Namen wurde das Schiff im Frühjahr 2015 auch erstmals aus dem Dock 8 in das größere Trockendock 8a überführt. Dort wurden im Sommer 2015 dann die aus der Nähe von Portsmouth in Südengland gelieferten Masten montiert.

Aus der "White Pearl" wurde die "A"

 Im September 2015 kam dann pünktlich zu den Probefahrten der Namenswechsel. Der Eigner selbst wünschte, dass statt „White Pearl“ der zukünftige Name des Schiffes genannt werden sollte. Der 142 Meter lange Neubau fährt seitdem mit dem Namen „Sailing Yacht A“.

Der Buchstabe ist bei Melnitschenko Programm. Auch die erste Jacht, ebenfalls in Kiel gebaut, trägt den Namen „A“. Namensgeberin ist seine Frau Aleksandra Melnitschenko.

Hier sehen Sie Bilder von der "Sailing Yacht A"

Nach den technischen Probefahrten im September und Oktober 2015 verschwand der Koloss erneut im Dock 8a. Dort wurde bis zum August der komplette Rumpf mit einer hochwertigen Kunststoffbeschichtung überzogen, die dem Schiff einen einmalig silbrigen Glanz verleiht. Das von dem französischen Stararchitekten Phillipe Starck entworfene Schiff soll weltweit für Aufsehen sorgen.

 Nach einer abschließenden Dockung über den Jahreswechsel wurde der komplette Antrieb noch einmal geprüft. Die letzten Probefahrten mit der Maschine endeten in der vergangenen Woche auf der westlichen Ostsee. Dabei absolvierte das Schiff noch einmal Höchstgeschwindigkeiten von über 20 Knoten.

Wie sieht die "A" unter vollen Segeln aus?

Nur ein Bild haben die Kieler bislang nicht zu sehen bekommen: die „Sailing Yacht A“ unter vollen Segeln. Nur einzelne Segel wurden in einer Woche im Oktober 2016 in der Strander Bucht getestet. Eine Fahrt unter Segeln sollte es erst später geben.

Hier finden Sie Fotos von der "Sailing Yacht A"

Hauptantrieb des Schiffes sind die Motoren. Zeitgleich sorgten Falschmeldungen für Aufsehen: Die britische Zeitung „Daily Mail“ meldete, dass die "A" wegen der hohen Masten die Ostsee gar nicht verlassen kann. Doch das war so nicht richtig.

 Nach der Übergabe soll der Neubau in wärmere Gewässer verlegt werden. Der Weg aus der Ostsee heraus führt dabei für das über 100 Meter hohe Schiff durch die Fahrrinne des Drogden im Öresund zwischen Dänemark und Schweden hindurch.

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