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Kiel Schüler schwitzten im Boxcamp
Kiel Schüler schwitzten im Boxcamp
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10:00 14.07.2018
Shouta (12, von links) und Paul (11) beim Abschlusstraining in der Boxarena der Klaus-Groth-Schule. Quelle: Frank Peter
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Kiel

In der Sporthalle der Klaus-Groth-Schule herrscht das Flair einer amerikanischen Boxarena. Von der Decke hängen Sandsäcke, im hinteren Teil der Halle steht ein großer, blauer Boxring. Darin boxen mehrere Jugendliche in professioneller Ausrüstung und mit viel Körpereinsatz. „Mit Gewalt hat das Boxcamp nichts zu tun“, stellt Trainer Torben Hahn klar. Neben dem Spaß am Boxen will er vor allem Werte wie Fairness, die Akzeptanz von Regeln und Disziplin an die Teilnehmer weitergeben. „Aber wir machen hier auch kein pädagogisches Hexenwerk“, beschwichtigt er. „Wir boxen wie in jedem anderen Boxverein auch. Und jeder Klitschko beginnt sein Training, indem er mit den Fäusten in die Luft schlägt.“

Vom Feriencamp zum Boxverein

Jeweils von 10 bis 14 Uhr haben die Teilnehmer in dieser Woche an jedem Tag trainiert. Nach dem Aufwärmen folgen Gerätetraining, Partnerübungen und schließlich das Duell im Ring. „Wenn man einen auf die Nase oder auf den Bauch bekommt, kann es auch mal wehtun“, berichtet der elfjährige Paul. „Aber man kann auch mit gebrochener Nase weiterkämpfen.“ Damit es dazu gar nicht erst kommt, tragen die Teilnehmer neben ihren dicken Boxhandschuhen einen Helm und einen Zahnschutz. „Ich war am Anfang richtig geschockt, dass hier alles so professionell läuft“, erzählt der dreizehnjährige Maurice. „Aber das motiviert mich auch: Ich habe mich jetzt im Boxverein angemeldet.“

Zuschauer beim Abschlusstraining

Seine Mutter Nicole Müller hat es sich, wie andere Eltern und Großeltern, nicht nehmen lassen, das Abschlusstraining am gestrigen Freitag anzusehen. Sorge um ihren boxenden Sohn hat sie nicht: „Im Gegenteil, Boxen ist ein sehr disziplinierter Sport. Ich finde es gut, wenn die Kinder ihre Ferienzeit für etwas Sinnvolles nutzen und nicht nur zuhause vor der Spielekonsole hängen.“

Von Burkhard Seresse

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