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Kiel Polizeieinsatz im Ortsbeirat
Kiel Polizeieinsatz im Ortsbeirat
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06:00 10.01.2019
Von Martin Geist
Sorgte schon früher in fast jeder Sitzung des Ortsbeirats Suchsdorf für Zoff: Michael Schmöckel (Die Linke). Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Michael Schmöckel, bis vor knapp zwei Jahren noch für die Linken beratend in der Stadtteilvertretung dabei, weigerte sich trotz mehrfacher Aufforderung, die Sitzung zu verlassen und musste schließlich von den herbeigerufenen Ordnungshütern hinauskomplimentiert werden.

Die Linken zogen ihn 2017 aus dem Verkehr

Offiziell hat sich die Ratsfraktion der Linken nie dazu geäußert, warum sie Anfang 2017 Michael Schmöckel aus dem Verkehr zog. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass der Suchsdorfer immer wieder durch unrealistische Anträge – etwa auf Enteignung des Cafés Margarethental – und auch durch verschwörungstheoretische Eskapaden auffiel. Seither wohnt Schmöckel den meisten Sitzungen als Besucher bei und spart in dieser Funktion ebenfalls nicht mit barschen Vorwürfen gegen Ortsbeiräte und andere Akteure.

Zunächst verlief alles ruhig

Mehr als zwei Stunden lang lief es am Dienstag im Vereinsheim des Suchsdorfer Sportvereins dennoch vergleichsweise ruhig. Ausgiebig hatten bis dahin die Vertreter von Vereinen und anderen Organisationen im Stadtteil über ihre Arbeit berichtet, immer wieder gab es dazu seitens der Mandatsträger oder der Besucher kurze Nachfragen oder Anmerkungen. Nachdem ganz zum Schluss traditionell die Vertreter von CDU und SPD über ihre Bemühungen informierten, meldete sich Michael Schmöckel zu Wort, wurde aber vom Vorsitzenden Paul Stamp (SPD) erst einmal blockiert. Mit Blick auf die fortgeschrittene Zeit bat er den Ex-Kollegen, sich unter dem unmittelbar danach auf dem Programm stehenden Tagesordnungspunkt „Einwohnerinnen und Einwohner fragen und regen an“ zu äußern, stieß damit aber auf völliges Unverständnis. 

Am Ende rückten zwei Polizisten an

Stamp ließ seinerseits die Tiraden seines Gegenübers einigermaßen geduldig über sich ergehen, sprach einen Ordnungsruf aus und verkündete schließlich: „Ich verweise Sie des Raumes.“ Auch das mochte Schmöckel nicht einsehen. Selbst einer entsprechenden Aufforderung von Jessica Schmidt, die als Vertreterin der Polizei routinemäßig anwesend war, leistete er keine Folge. Stattdessen sprach er von „rechtswidrigen Taten“ und warf der Beamtin vor, „dummes Zeug“ zu reden. Die wiederum rief zwei uniformierte Kollegen herbei, denen es gelang, den renitenten Sitzungsbesucher ohne größere Widerstände zum Gehen zu bewegen.

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