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Kiel Neue Hotel-Marke schließt die Lücke
Kiel Neue Hotel-Marke schließt die Lücke
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06:00 09.11.2018
Von Karen Schwenke
Mitte 2020 ist in Kiel Eröffnung des ersten "Uniq by Atlantic"-Hotels (links im Bild in der Rückansicht). Die achte Etage ist komplett verglast, hier soll die Empfangshalle und gleichzeitig ein Aufenthaltsraum entstehen - mit Blick über die Förde. Der ZOB wird auf einer Fläche von 1400 Quadratmeter überdacht. Quelle: Visualisierung Giorgio Gullotta Architekten
Kiel

Wie Stadtbaurätin Doris Grondke am Donnerstag mitteilte, hat sich die Stadt über den Verkauf des Grundstücks mit der Zech-Gruppe, zu der auch das benachbarte Atlantic Hotel gehört, geeinigt. Die Bauarbeiten für den Hotel-Neubau mit 174 Betten auf der Fläche zwischen ZOB und Atlantic-Hotel können beginnen. Sie freue sich, dass mit dem Uniq-Hotel, dem ZOB und dem benachbarten Parkhaus, dessen Eröffnung im Frühjahr 2019 geplant sei, endlich eine Baulücke in zentraler Lage geschlossen werde, sagte Grondke. Grund für die Verzögerungen sei der komplexe Abstimmungsprozess.

Investitionen von 20 Millionen Euro

Laut Markus Griesenbek, Geschäftsführer der Atlantic-Hotels, belaufen sich die Investitionen auf rund 20 Millionen Euro. Geplant ist ein Budget- und Designhotel der neuen Marke "Uniq by Atlantic"  für "junge und junggebliebene Gäste". Im Vorfeld sei auch über eine Hotelerweiterung nachgedacht worden, die ebenso verworfen wurde wie ein Tagungs- und Kongresszentrum. Auch das Thema Wohnen sei an dem Standort im Gespräch gewesen, räumte Grondke ein: „Wir haben hier eine 1A-Wasserlage entlang der Kaistraße. Wohnen wäre wünschenswert gewesen, aber aus emissionsschutzrechtlichen Gründen konnte diese Idee leider nicht verwirklicht werden.“

Investoren errichten auch ZOB-Überdachung

Fest steht, dass eine Tiefgarage entsteht, die gemeinsam von beiden Hotels genutzt wird. Da der Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs für Fernbusse erst anschließend starten kann, musste seine Eröffnung ebenfalls verschoben werden. Allerdings hat sich die Zech-Gruppe verpflichtet, eine 1400 Quadratmeter große Überdachung über dem ZOB zu errichten. „Es gab eine gemeinsame Interessenlage“, erläuterte Griesenbek: Einerseits sollten die Fahrgäste trockenen Fußes in die Busse ein- und aussteigen können, andererseits wollten die Planer Sicht- und Lärmschutz für die Gäste in den Hotelzimmern. „Daher wird die Überdachung nach oben geschlossen sein und nach unten beleuchtet“, erläuterte Grondke. Sie lobte zudem die Entwürfe des achtstöckigen Hotelbaus: Rot-graue Ziegel und das gläserne Dachgeschoss machten das Hotel zu einem „auffälligen Gebäude, das ein wichtiges Stück Stadtbild an dieser Stelle sein wird“.

Atlantic Hotels sehen Potenzial in Kiel

Für die Atlantic-Gruppe ist die Investition ein klares Bekenntnis zu Kiel: „Wir glauben an den Standort, und wir wissen, wie gut er funktioniert“, so Griesenbek. Auch scheue er nicht die Konkurrenz der vielen weiteren geplanten Hotels in der Stadt: „Kiel hat Nachholbedarf. Die Zahlen im Tourismus steigen, und die Angebote innovativer Hotels ziehen eine Nachfrage nach sich.“

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