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Kiel Für alle (Not-)Fälle gerüstet
Kiel Für alle (Not-)Fälle gerüstet
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12:49 02.12.2018
Von Jürgen Küppers
Blick ins Herz der neuen Integrierten Regionalleitstelle: In diesem Leitraum sitzen bis zu 13 Disponenten, um Einsätze der Rettungskräfte in Kiel, Plön oder Rendsburg-Eckernförde zu koordinieren. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Die Reichweite der neuen Integrierten Regionalleitstelle Mitte reicht weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus. Denn dort werden sämtliche Notrufe aus Kiel, Rendsburg-Eckernförde und Plön mit insgesamt 650.000 Einwohnern aufgenommen und an Rettungskräfte weitergeleitet.

Bis zu 2000 Mal am Tag klingelt bei den bis zu 19 Disponenten in der Leitstelle das Notruf-Telefon, rund 130.000 Mal im Jahr müssen Feuerwehrleute oder Rettungssanitäter dann auch zu meist brenzligen Einsätzen ausrücken.

Der technische Aufwand ist riesig

"Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir auch in extremen Lagen wie bei Unwettern oder Katastrophen nicht mit technischen Störungen bei der Einsatzkoordination kämpfen müssen", erklärt der Chef der Leitstelle, Henrik Lehn. Und diese technische Stabilität sei durch mehrfache Absicherung insbesondere von Strom und EDV durch die neue Technik besser sichergestellt als zuvor.

Der dafür nötige Aufwand ist riesig: Für drei Lüftungsanlagen, EDV sowie High-Tech-Kommunikation wurden insgesamt 40 Kilometer Strom- und Datenkabel in dem 2000 Quadratmeter großen Gebäude verlegt. Zudem gibt es dort eine autarke Notstromversorgung sowie eine gedoppelte IT-Technik, um die technische Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

Wie im Science-Fiction-Raumschiff

Herzstück des Gebäudes ist der sogenannte Leitraum. Mit einer Deckenhöhe von fast fünf Metern und jeweils fünf Monitoren an den 13 Arbeitsplätzen der Disponenten auf 350 Quadratmetern wirkt diese Zentrale fast wie ein gigantischer Leitstand eines Science-Fiction-Raumschiffs. Sechs weitere Arbeitsplätze können je nach Bedarf in Backoffice-Bereichen aktiviert werden.

Umso größer war die Freude von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, dass der Neubau ohne Zeitverzögerung und Kostensteigerung fertig wurde: "Das würde ich mir auch bei anderen Neubauprojekten in Kiel so wünschen", betonte der Verwaltungschef bei der offiziellen Einweihung der neuen Leitstelle, die auch eine "Schicksalsgemeinschaft" mit den Nachbarkreisen symbolisiere.

Folgerichtig drückte der OB gemeinsam mit der Plöner Landrätin Stephanie Ladwig sowie dem Vize-Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Sonnabend den Buzzer zur offiziellen Aktivierung der neuen Regionalleitstelle.

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