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Kiel Große Ausstellung im Flandernbunker
Kiel Große Ausstellung im Flandernbunker
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20:31 06.07.2018
Von Christian Trutschel
Eröffnen am Sonntag die Ausstellung "Urkatastrophe" im Flandernbunker (von links): Jens Rönnau, Vorsitzender des Vereins Mahnmal Kilian, Christian Kniese, Referent des Landesbeauftragten für politische Bildung, Michael Schwer, Pastor der Emmaus-Gemeinde, Kiel-Wik, Fregattenkapitän Alexander Koch, Kommandeur des Marinestützpunktes Kiel, und Anja Manleitner, die die Ausstellung komplett betreut hat. Quelle: Sven Janssen
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Kiel

Schon 2014, als der Beginn des Ersten Weltkrieges sich zum 100. Mal jährte, wurde im Flandernbunker die erste Komponente der nun kompletten Ausstellung gezeigt: Feldpostbriefe von Soldaten an die "Heimatfront", darunter solche des Architekten Heinrich Magnus Ivens, der 1912 in Kiel ein Baugeschäft gegründet hatte. "Für mich wichtig", sagte Anja Manleitner am Freitag beim Pressegespräch vor der Eröffnung: "Die anfängliche Kriegsbegeisterung vom Sommer 1914 schwand relativ schnell. Schon im Mai 1915 schrieb Ivens: "Wann wird der Krieg vorbei sein?" Aber dann hat es sich drei weitere Jahre schmerzlich hingezogen.

Dr. Jens Rönnau, Vorsitzender des Vereins Mahnmal Kilian, betonte: "Die Novemberrevolution 1918 ist in der Bevölkerung zuerst entstanden, die Bereitschaft dazu über Jahre gewachsen. Einmal bei den Arbeitern, die in den späten Kriegsjahren ihre Familien nicht mehr ernähren konnten, dann bei den Soldaten, die die Befehle und die Idee, für Gott, Kaiser und Vaterland zu kämpfen, immer weniger nachvollziehen konnten."

Die Ausstellung im Flandernbunker - Erinnerungsort und Gedenkstätte zugleich - entstand über vier Jahre in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Nordkirche, dem Landesbeauftragten für politische Bildung und zahlreichen Wissenschaftlern, Privatsammlern und Künstlern.

Zur Eröffnung an diesem Sonntag werden ab 11.30 Uhr sprechen: Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, Fregattenkapitän Alexander Koch, Pastor Michael Schwer, der Referent des Landesbeauftragten für politische Bildung, Christian Kniese, und Jens Rönnau.

Die Ausstellung ist nicht barrierefrei, der Eintritt beträgt vier, ermäßigt drei Euro.

Weitere Bilder finden Sie hier.
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