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Kiel Kieler Forscher fahren in die Kälte
Kiel Kieler Forscher fahren in die Kälte
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08:00 31.07.2018
Von Frank Behling
Eisbrecher „Akademik Tryoshnikov" wird in Kiel mit Ausrüstung für eine Expedition in die Laptev-See beladen. Quelle: Frank Behling
Kiel

Ziel einer Expedition unter dem Namen „Transdrift XXIV“ ist die Laptev-See vor der russischen Küste Sibiriens. Dort wollen bis in den Herbst hinein die Kieler Wissenschaftler zusammen mit russischen Kollegen unter dem Projektnamen „Cats“ neue Fakten und Daten über den Klimawandel sammeln.

Die Abkürzung Cats steht für Changing Arctic Transpolar System. Erst im April hatten sich deutsche und russische Wissenschaftler in Kiel zu einem Workshop getroffen und neue Erkenntnisse über die Auswirkungen der zurückgehenden Eisbildung rund um den Nordpol diskutiert. Das Projekt erarbeitet nach Angaben von Geomar neue Meereis-, Ozean- und Atmosphärendaten auf der Grundlage von Satellitenmessungen, Schiffsexpeditionen und autonomen Technologien zur Ozeanbeobachtung.

Die „Akasdemik Tryoshnikov“ verdrängt 12000 Tonnen

Wichtigste Arbeitsgerät ist dabei ein mächtiges Forschungsschiff. Die „Akademik Tryoshnikov“ hat am Sonntag den Liegeplatz in St. Petersburg verlassen und befindet sich auf der Reise nach Kiel. Es ist das Flaggschiff der russischen Eismeerforschungs-Flotte. Die „Akasdemik Tryoshnikov“ verdrängt 12000 Tonnen und kann mehrere Meter dickes Eis aufbrechen.

Kurs auf Arkhangelsk am Eismeer

Im Ostuferhafen soll das 133 Meter lange Spezialschiff am Mittwoch gegen Mittag eintreffen und bis Donnerstag Container mit Ausrüstung für die Expedition an Bord nehmen. Danach nimmt die „Akademik Tryoshnikov“ von Kiel aus Kurs auf Arkhangelsk am Eismeer, von wo aus die Expedition „Transdrift XXIV“ am 8. August offiziell starten soll.

Das Hauptarbeitsgebiet sind Schelf und Kontinentalhang der westlichen Laptewsee sowie die Wilkizkistraße und Sewernaja Semlja (Forschungsstation Kap Baranow) in der russischen Wirtschaftszone. Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung und das russische Ministerium für Bildung und Wissenschaft finanzieren das Verbundvorhaben gemeinsam mit 3,2 Millionen Euro.

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