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Kiel Neues Konzept für den Außenbereich
Kiel Neues Konzept für den Außenbereich
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10:22 12.11.2018
Von Michael Kluth
Das Miteinander der Verkehrsteilnehmer zwischen Hauptbahnhof und Sophienhof ist derzeit unverträglich. Das Institut NIT schlägt einen "shared space" vor, auf dem alle gleichberechtigt sind. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Folgen: Den Läden und der Gastronomie bleiben mögliche Kunden weg. Selbst Busse und Taxis werden dort weniger genutzt als möglich. Und Kiel-Besucher bekommen am Eingangstor einen schlechten Eindruck von der Landeshauptstadt.

Gesucht wird ein Kümmerer

Bente Grimm vom NIT hat die Untersuchung im Bahnhofsbeirat und im Innenausschuss vorgestellt. Aus der Analyse folgert das Institut eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die Stadt. An erster Stelle steht eine Art Fahndungsaufruf. „Gesucht: eine Person oder ein Team, die/das für den Außenbereich des Bahnhofs zuständig ist.“ Gemeint sind ein oder mehrere Ansprechpartner, die erkennbar als Kümmerer, Qualitätssicherer und „Platzwart“ wahrgenommen werden.

Für die Sauberkeit empfiehlt das NIT etwas profan, das Bahnhofsumfeld häufiger und gründlicher zu reinigen. Zudem sollten mehr Kontrollgänge und eine Rufbereitschaft rund um die Uhr einführt werden. Zudem seien ein kostenloses Pissoir und kostenlose öffentliche Toiletten hilfreich gegen den Gestank. Die Treppe zum Sophienhof könne gesperrt werden.

Alkohol-, Waffen- und Glasflaschenverbot in der Diskussion

.Die Vorschläge zur Sicherheit haben es in sich. Ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum etwa. Mehr Sicherheitspersonal, flankiert von Sozialarbeitern. Oder eine polizeiliche Ausweisung als Deliktschwerpunkt, das heißt als Gefahrengebiet wie schon die Bergstraße. Damit einher gingen neben dem Alkohol- auch ein Waffen- und Glasflaschenverbot. Politisch am umstrittensten dürfte der Vorschlag sein, das Bahnhofsumfeld mit Videokameras zu überwachen. An der Nordseite des Hauptbahnhofs, also zum Platz der Kieler Matrosen hin, solle regelmäßig klassische Musik gespielt werden.

Charme-Schulungen für Taxifahrer

Für den Taxistand empfiehlt das NIT Charme-Schulungen für Taxifahrer einerseits, häufigere und strengere Kontrollen gesetzlicher Vorschriften und eine Beschwerdestelle andererseits. Zudem sollten die Zufahrt und der Kreisel mit Haltebuchten und weniger Fahrspuren neu gestaltet werden. Statt dessen solle es mehr Kurzzeit-Parkplätze für Pkw und überdachte kostenlose Fahrradstellplätze geben. Die Bushaltestellen am Sophienblatt sollen modernisiert und mit einer großen elektronischen Anzeigetafel versehen werden.

Der Übergang zum Sophienhof soll laut NIT ebenerdig neu gestaltet werden. Das Institut schlägt einen „shared space“ (geteilten Raum) auf dem Sophienblatt vor, auf dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Alternativ könne der Ampelübergang verlegt und verbreitert werden. Der Aufenthaltsqualität dienen die Vorschläge, Imbissbuden und Stehtische auf den Platz der Kieler Matrosen zu stellen, Sitzmöglichkeiten zu errichten, Segeldächer aufzuspannen und den Platz farbig zu beleuchten.

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