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Kiel Konzertsaal soll nur der Anfang sein
Kiel Konzertsaal soll nur der Anfang sein
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10:37 07.11.2018
Von Kristian Blasel
Das Schlossareal mit dem Hauptbau (rechts), das Gebäude des Konzertsaals (links) und der Rantzaubau als letzter historischer Teil wird voraussichtlich ab dem nächsten Jahr wieder in den Händen der Stadt liegen. Quelle: Sven Janssen
Kiel

Das Geld wäre nach Berechnung des Büros von bbp-Architekten nötig, um den Hauptbau mit der Landeshalle, den Rantzaubau und die Tiefgarage unterhalb des Schlossplatzes zu modernisieren. Unabhängig von dieser Kalkulation müssen für die nächsten fünf Jahre auf jeden Fall rund 630.000 Euro in den Brandschutz investiert werden, um die derzeitige Nutzung des Schlossareals aufrechterhalten zu können, heißt es in einer geschäftlichen Mitteilung von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer für die nächste Ratsversammlung am 15. November.

Kiels OB Ulf Kämpfer: "Priorität hat die Sicherung des Konzertsaals"

Kämpfer ist von der Idee, im Anschluss an die Konzertsaalsanierung das Areal weiterzuentwickeln, zwar begeistert. „Aber Priorität hat die Sicherung des Konzertsaals als kultureller Ort.“ Sollte die Stadt Eigentümerin des Gesamtgeländes werden, müsse jedoch über die Weiterentwicklung der Gebäude in Richtung eines Kultur- und Kongresszentrums nachgedacht werden. „Ohne private Hilfe werden wir das aber kaum schaffen.“

Kaufvertrag für das gesamte Areal soll noch in diesem Monat unterzeichnet werden

Wie berichtet haben sich Stadt, Land und die bisherigen Eigentümer Klaus-Peter Marschall und Margrit Howe-Neuy auf einen Kaufvertrag verständigt, der noch in diesem Monat unterzeichnet werden soll. Im Gespräch ist eine Summe von gut 4,1 Millionen Euro für das gesamte Areal, das dann nach 16 Jahren wieder in öffentlicher Hand wäre. Eine Studie, die nun der Stadt vorliegt, bestärkt den Oberbürgermeister in der Idee, das Schloss-Gelände für wesentlich weitergehende Pläne zu nutzen. Demnach ist der Standort im Vergleich zu sieben weiteren in Kiel „Favorit“ für ein „Tagungs- und Veranstaltungszentrum“ – knapp vor dem Bereich der Tiefgarage an der Sparkassen-Arena und deutlich vor dem Gebiet Hörn/HaGe Nord, Hotel Atlantic, Holstein-Stadion, Universität, Postareal und Schwimmhalle Gaarden, die ebenfalls von einer Hamburger Immobilienberatung im Auftrag der Landeshauptstadt geprüft wurden.

 „Für klassische Fachkongresse fehlen in Kiel die Räumlichkeiten“, sagt Kämpfer. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Bereich zwischen 750 und 1300 Plätzen sowie zwischen 1500 und 2300 Plätzen in Kiel „Lücken“ feststellbar seien.

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