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Kiel Kieler Soldaten starten zu EU-Mission
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20:31 18.04.2018
Von Frank Behling
Der Tender „Mosel“ ist am Mittwoch zum Einsatz bei der Operation Sophia ausgelaufen. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die Liste der Aufgaben für die 106 Soldaten an Bord des Tenders „Mosel“ ist umfangreich. Im Fokus der von Italien geführten Operation steht die Unterbindung des Öl- und Waffenschmuggels vor der libyschen Küste sowie der Wiederaufbau der libyschen Küstenwache. Aber auch die Überwachung des Seeraums und die Suche nach Schleusern gehören dazu. 

„Und auch die Seenotrettung ist Teil des Auftrags“, sagte Fregattenkapitän Torsten Eidam, Kommandeur des Unterstützungsgeschwaders, zum Abschied der Besatzung in Kiel. Für die Erfüllung dieser Aufgaben sind die am 3. Mai startenden Patrouillenfahrten der „Mosel“ im Seegebiet vor der libyschen Küste vorgesehen.

"Mosel" löst "Sachsen" ab

Die „Mosel“ wird im Einsatzgebiet die Fregatte „Sachsen“ ablösen. Die Übergabe soll nach derzeitiger Planung am 1. Mai in Catania auf Sizilien erfolgen. Die „Sachsen“ kehrt danach nach Deutschland zurück. 

Für den Auftrag bei der Operation Sophia wurde das 100 Meter lange Schiff in den vergangenen Wochen in Kiel umgerüstet. Das Hubschrauberlandedeck hat eine speziell für das Schiff angefertigte Hallenkonstruktion erhalten, in der ein Aufenthaltsbereich für aus Seenot gerettete Flüchtlinge eingerichtet werden kann. 

Speedboote und Container an Bord

Zusätzlich zur Stambesatzung hat Tender-Kommandant Jens Röder aber auch noch spezielle Sicherungs- und Sanitätskräfte an Bord. Außerdem sind spezielle Speedboote und Container mit Gerät für die Versorgung von Flüchtlingen an Bord. Bevor der Tender den Transit ins Mittelmeer startete, übernahm er am Mittwoch in Jägersberg bei Laboe auch noch Munition.  

Die EU-Operation Sophia läuft noch bis Ende des Jahres. Ob sie darüber hinaus noch verlängert wird, steht nicht fest. Die Verlängerung der Operation wurde im Juli 2017 nur ermöglicht, nachdem die Aufgaben auf Wunsch Italiens um militärische Komponenten wie die Steigerung der Effizienz der libyschen Küstenwache und das Sammeln von Informationen über illegale Ölexporte aus Libyen erweitert wurden. 

Zuvor hatten einige Nato-Staaten ihre Einheiten im Mittelmeer nicht mehr zur Operation Sophia sondern zu den mehr militärsisch ausgerichteten Operationen Sea Guardian oder den Nato-Einsatzverbänden entsandt. An der Operation Sophia sind jetzt nur Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland mit Schiffen beteiligt. Polen und Luxenburg haben Aufklärungsflugzeuge geschickt.  

Der Marinetender "Mosel" ist am Mittwoch zu einem Einsatz ins Mittelmeer ausgelaufen.
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