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Kiel Das große Aufräumen der Säcke
Kiel Das große Aufräumen der Säcke
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09:00 27.06.2017
Von Niklas Wieczorek
Da reicht keine Sackkarre: Wolfgang Roth (links) und Markus Busch (im Bagger) von der Firma Faust verladen die schweren Sandsäcke auf Kranwagen. Quelle: Frank Peter
Kiel

Egal ob nun „Big Packs“ oder „Big Bags“, ihr Einsatz in der Innenstadt zur Kieler Woche hat für jede Menge Aufsehen gesorgt: Stadt und Polizei hatten die weißen Sandsäcke mit einem Gewicht von rund 1,8 Tonnen in das Sicherheitskonzept einbezogen, um Straßen und Zufahrten zu verengen oder gleich ganz dicht zu machen. Terroranschläge sollten so erschwert werden. Tatsächlich beschwerten die Säcke die Gemüter der Feierlustigen nur kurz. Schnell hatten sich die Kieler an den Anblick der weißen Ansammlungen an Kreuzungen gewöhnt. Manche nutzten sie stumpf als Mülleimer oder Pfandsammelstelle – andere verzierten sie mit roten Herzen: „Make love – not war.“

Ähnlich unaufgeregt beschreibt Peter Faust, wie sein Betrieb den Abtransport absolviert: „Genau so, wie die hingekommen sind.“ In Kiel sind seit gestern Morgen eine Handvoll Mitarbeiter von Faust unterwegs. Sie steuern zwei Bagger, mit Haken statt Schaufel am Arm, und vier Kranwagen. Damit werden die Sandsäcke aufgeladen und zum Steinlagerplatz des Tiefbauamtes in die Ottostraße gebracht, wie die Stadt mitteilte. Fausts Mitarbeiter berichteten von insgesamt 340 Säcken, die verladen werden sollten. Die Zahl hatten Stadt und Polizei vor der Kieler Woche aus Sicherheitsgründen nicht exakt mitteilen wollen. 340-mal 1,8 Tonnen, macht 612 Tonnen Sand-Kies-Gemisch. Eine Menge Schotter.

Säcke könnten Märkte schützen

Könnte es für die Firma Faust und die Säcke in Zukunft vielleicht häufiger Begegnungen geben? Auf Nachfrage an die Stadt, wie die weitere Verwendung der Sandsäcke genau aussehe, sagte Anja Krause vom Pressereferat: „In der Stadtverwaltung wird geprüft, inwieweit die Big Bags für den Schutz von zum Beispiel Wochenmärkten und Jahrmärkten zum Einsatz kommen können.“

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