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Kiel Mehr Polizisten sorgen für Sicherheit
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10:15 08.06.2018
Noch mehr Polizei soll auf der Kieler Woche für Sicherheit sorgen.
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Kiel

Mit 400 Riesen-Sandsäcken, Beton-Absperrungen und einem Dutzend Polizeiposten will die Polizei die Besucher der Kieler Woche (16. bis 24. Juni) vor möglichen Anschlägen schützen. „Wir haben eine so hohe Präsenz, dass wir glauben, jederzeit intervenieren zu können, wenn irgendwo etwas passiert“, sagte der Kieler Polizeichef Thomas Bauchrowitz im Vorfeld des Sommerfests. Im Vergleich zum vergangenen Jahr werde die Polizei die Zahl der Einsatzkräfte noch einmal „minimal erhöhen“. Eine genaue Zahl wollte er nicht nennen.

Sicherheitskonzept angepasst

Gemeinsam mit der Stadt Kiel hat die Polizei ihr bereits im vergangenen Jahr erprobtes Sicherheitskonzept noch einmal angepasst. Vor allem Besuchern von außerhalb werden die festen Kontrollpunkte in der Innenstadt auffallen, die den Verkehr rund um die Veranstaltungsflächen auf dem laut Veranstaltern größten Sommerfest Nordeuropas verlangsamen sollen. Wer mit dem Auto anreist, braucht auf dem Weg in die Innenstadt deshalb Geduld. Besucher und Anwohner müssen im Innenstadtbereich mit Einschränkungen rechnen.

Es gebe Bereiche mit Durchfahrverboten für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und Stellen mit kompletten Fahrverboten, sagte Bauchrowitz. Die Rückmeldungen zu den Polizeiposten im vergangenen Jahr seien aber sehr positiv gewesen. „Die Menschen standen damals ja noch unter dem etwas zeitnäheren Eindruck des Anschlags vom Berliner Breitscheidplatz und die haben genau das auch erwartet: Dass Polizei sichtbar sein wird, auch wenn es bei einem Volksfest immer etwas martialisch aussieht.“

Abstrakt hohe Gefährdungslage

Bauchrowitz spricht von einer weiter abstrakt hohen Gefährdungslage. Die Gefahr eines Terroranschlags sei gleichwohl ungebrochen hoch. „Konkrete Anhaltspunkte für einen Anschlag gibt es aber nicht.“ Das im vergangenen Jahr umfangreich angepasste Sicherheitskonzept habe sich bewährt. Es habe sich in anderen Kriminalitätsbereichen ausgewirkt: Sogenannte Rohheitsdelikte und allgemeine Straftaten seien deutlich zurückgegangen. Sichtbare Präsenz will die Polizei erneut mit fünf mobilen Wachen zeigen.

Ab dem kommenden Wochenende erwartet Kiel wieder rund drei Millionen Gäste. In der Innenstadt und am Wasser sind dann wieder zahlreiche Bühnen aufgebaut. Die meisten Konzerte sind umsonst.

Kriminalität stark zurückgegangen

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freut sich auf das Sommerfest. „Wir werden wieder eine starke Polizeipräsenz haben, man wird auch Polizisten in voller Montur mit Maschinengewehr sehen“, sagte der SPD-Politiker. Das habe bereits im vergangenen Jahr dazu geführt, dass sich die Besucher sicher gefühlt hätten und auch die andere Kriminalität, „die Taschendiebe, die Randalierer, die kleinen Schlägereien“, seien stark zurückgegangen.

Kämpfer hofft auf ein erneut friedliches, weltoffenes Fest. „Die Kieler Woche macht nur Sinn als ein fröhliches, entspanntes Sommerfest.“ Die Menschen sollten besonnen mit der Sicherheitslage in Zeiten des internationalen Terrorismus umgehen. „Denn Angst und Furcht und Chaos sind genau das, was die Terroristen erreichen wollen.“

Von lno

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