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Kiel Mehr Struktur im Jahrmarkttrubel
Kiel Mehr Struktur im Jahrmarkttrubel
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09:00 18.06.2018
Von Christin Jahns
Enno Plickert verkauft Craft Beer am Germaniahafen. Aus seiner Sicht geht das neue Konzept an der Hörn bislang nicht auf. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Dieser Beliebigkeit an der Hafenspitze hat Kieler-Woche-Büroleiter Philipp Dornberger nun den Kampf angesagt und die Flächenbetreiber aufgefordert, mit neuen Konzepten und Themenwelten mehr Struktur in das vielfältige Angebot zu bringen. Am Germaniahafen entstanden so eine Craft-Beer-Area und ein Streetfoodhafen, die mit mehr Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen und Ruhe an das Hafenbecken bringen sollen. Auf der Bahnhofsseite bieten Designer und Kunsthandwerker Schmuck- und Lederwaren an, Fahrgeschäfte und Partyzone konzentrieren sich auf der Freifläche vor der Halle 400.

Ob das gelingt? „Auf den ersten Blick sieht eigentlich alles aus wie immer“, findet Kieler-Woche-Besucherin Janine Trentmann (24), der neben dem zweistündigen Konzert von Kontra K einzig die Schmuckstände auf der Westseite der Hörn positiv im Gedächtnis geblieben sind.

Enno Plickert hingegen kann diesen positiven ersten Eindruck nicht bestätigen: „Für uns geht das Konzept hier überhaupt nicht auf“, sagt der Standbetreiber, der auf der Fläche am Germaniahafen Kieler Craft Beer verkauft. „Die meisten Leute laufen einfach nur vorbei und nehmen uns gar nicht wahr. Viele Besucher legen wenig Wert auf Genuss und kaufen lieber ein günstiges Bier am Kiosk nebenan. Das ist vielleicht auch einer der Gründe dafür, dass es hier am Hafen gestern mehrere Schlägereien und Verletzte gab.“ Die Idee, Abwechslung und Individualität an die Hörn zu bringen, hält Plickert dennoch für richtig. „Vielleicht brauchen wir einen anderen Platz und mehr Werbung, damit wir besser wahrgenommen werden.“

Neu-Kielerin Katja Gröne und Jasmin Paasch aus Lübeck sind Streetfood-Hafen und Craft-Beer-Area dennoch positiv aufgefallen. „Das ist schon was Anderes als die immer gleichen Buden und Crêpes-Stände, die man sonst überall findet“, sagt Jasmin Paasch. „Das unterscheidet das Sommerfest auch von anderen Veranstaltungen wie der Travemünder Woche.“

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