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Kiel Neues Leben am versiegten Brunnen
Kiel Neues Leben am versiegten Brunnen
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06:00 11.03.2019
Von Karin Jordt
Der ehemalige Brunnen an der Julius-Brecht-Straße ist inzwischen ein Sammelbecken für Müll, die Pflanzen sind zum Teil vertrocknet. Sabine Kühl vom Beschäftigungsprojekt Café Vielfalt, Madleen Bergmann vom Stadtteilbüro Ost und Hans-Friedrich Möller vom Sozialverband (von links) setzen sich dafür ein, dass der Platz attraktiver wird. Quelle: Karin Jordt
Kiel

In einem ersten Schritt könnte der frühere Brunnen umgestaltet und begehbar gemacht werden. Das Bauwerk besteht aus drei Ebenen, die mit einem Holzdeck, einer Wandverkleidung und Beleuchtung, drei Bäumen, Seesand, einem Steuerrad und einem Sonnensegel ausgestattet werden und so zum Spielen und Ausruhen einladen könnten, wie die Projektskizze eines Gartenbaubetriebes zeigt. „Die unterschiedlichen Ebenen könnte man wie ein Schiffsdeck gestalten“, erläuterte Madleen Bergmann.

Umfrage beim Herbstfest

In einer Umfrage beim Herbstfest der benachbarten Einrichtungen Café Vielfalt und Atelier Freistil hatten sich die Gäste vor allem die Verschönerung des Brunnens, Sitzgelegenheiten, Aktionen auf dem Platz und Spielgeräte für Jung und Alt gewünscht. „Ich war sofort begeistert“, erzählt Hans-Friedrich Möller, Vorsitzender des Ortsverbands Kiel-Ellerbek im Sozialverband Deutschland (SoVD). Sabine Kühl, GSHN-Projektleiterin, die Wohnungsbau-Genossenschaft Kiel-Ost, Hans-Friedrich Möller und das Stadtteilbüro Ost unterstützen das Vorhaben, den Platz an der Julius-Brecht-Straße attraktiver zu gestalten.

Treffpunkt im Café Vielfalt

Im Café Vielfalt, geöffnet Montag bis Freitag, 9 bis 16.30 Uhr, treffen sich viele Menschen aus dem Stadtteil zum Spielen, Handarbeiten, Trommeln, Klönen, für andere Freizeitaktivitäten oder in Selbsthilfegruppen. „Wenn wir schließen, setzen sich die Leute oft auf die Brunnenkante“, hat Sabine Kühl beobachtet. „Das ist hier der zentrale Platz zur Begegnung“, meint Madleen Bergmann. „Einen Brunnen wie früher wird es nicht mehr geben“, betont Hans-Friedrich Möller, „aber es muss unbedingt etwas gemacht werden.“ Bei der Finanzierung hoffen die Initiatoren auf einen Zuschuss von 25000 Euro aus dem Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“; der Ortsbeirat befürwortete das Projekt einstimmig.

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