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Kiel Mehr Einbrüche – aber nur statistisch
Kiel Mehr Einbrüche – aber nur statistisch
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19:32 26.09.2018
Von Martin Geist
Die Bewohner des Quartiers Suchsdorf an der Au hatten zwar arge Probleme mit Einbrechern, das allerdings vornehmlich im Winter 2016 – verbucht wurden die Fälle im Folgejahr. Quelle: Frank Peter
Kiel

Straftaten werden grundsätzlich erst dann zu einem Fall für die Kriminalstatistik, wenn die Staatsanwaltschaft sie abgearbeitet hat. Die logische Folge: Es tritt ein Verzögerungseffekt ein, der unter bestimmten Umständen die Statistik erheblich verzerren kann. Genau das ist laut Jessica Schmitt in Suchsdorf eingetreten. Zwar hatten dort besonders die Bewohner des Quartiers Suchsdorf an der Au arge Probleme mit Einbrechern, das allerdings vornehmlich im Winter 2016. Als die Anzeigen reif für die Statistik waren, zeigte der Kalender dann schon das Jahr 2017 an, sodass die Zahlen entsprechend hochgetrieben wurden.

Entspannung fürs laufende Jahr erwartet

Amtliches fürs laufende Jahr lässt sich verständlicherweise noch nicht verkünden, doch die Suchsdorfer Ordnungshüterin rechnet mit einer merklichen Entspannung – auch an der statistischen Front. Das Einbruchsgeschehen sei jedenfalls ganz klar ruhiger geworden, betonte sie in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats.

In anderen Bereichen, die das Lebensgefühl stark beeinträchtigen können, sind ebenfalls rückläufige Trends zu verbuchen. So wurden 2017 nur noch 17 Fahrraddiebstähle angezeigt, während es im Jahr zuvor noch 39 waren. Auch Ladendiebstähle sind mit 13 gegenüber 28 rückläufig, während andererseits im vergangenen Jahr 28 Körperverletzungen bearbeitet werden mussten und damit neun mehr als 2016. Ohne weiteres dramatisiert werden kann diese Steigerung aber ebenfalls nicht. Schon eine einzige Schlägerei innerhalb einer Gruppe von Angetrunkenen kann nach Erfahrung der Polizei mehrere Körperverletzungen zur Folge haben, ohne dass darunter die allgemeine Sicherheitslage wirklich leiden würde.

Ein bis zwei Raubüberfälle in Suchsdorf

Aussagekräftiger sind da vielleicht schon die Zahlen zu Raubüberfällen. Die pendeln in Suchsdorf seit langer Zeit zwischen ein und zwei Fällen pro Jahr, sodass sich die Bewohner des Stadtteils sehr sicher auf ihren Straßen fühlen dürfen. Statistisch und real.

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Franziska Martin 26.09.2018