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Kiel Schwanenweg "eine echte Gefahrenroute"
Kiel Schwanenweg "eine echte Gefahrenroute"
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10:00 28.11.2018
Von Oliver Stenzel
Radfahrer im Schwanenweg zu überholen, sei deutlich riskanter geworden, meint CDU-Ratsherr Florian Weigel. Quelle: Oliver Stenzel
Kiel

Der CDU-Ratsherr ist selbst viel mit dem Rad unterwegs und hat den Eindruck, dass die Verwandlung des Schwanenwegs in eine Fahrradstraße neue Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringt: „Im Gegensatz zu vorher ist die Straße nun sehr schmal, sodass Autos und Radfahrer einander nur schwer passieren können, ohne dabei stark abbremsen zu müssen“, sagt Weigel. Insbesondere für Fahrradfahrer, die bergab in Richtung Kiellinie unterwegs seien, stelle das eine echte Herausforderung dar. Auch Radfahrer zu überholen sei nun insbesondere für breitere Autos deutlich riskanter geworden.

Auch Fußgänger müssen sich auf neue Risiken einstellen

Der Kommunalpolitiker ist mit diesem Eindruck nicht allein. „Seit dem Ende der Bauarbeiten ist aus dem Schwanenweg eine echte Gefahrenroute geworden“, urteilt Edda Hinrichsen, die langjährige Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung und Förderung des Alten Botanischen Gartens, die selbst im Schwanenweg wohnt. Indirekt bringe die neue Situation auf der Straße außerdem neue Risiken für die Fußgänger mit sich: „Denn um den Autos auszuweichen, fahren jetzt viele Radfahrer in Hochgeschwindigkeit auf dem Fußweg“, berichtet Hinrichsen. Mehrfach seien sie und ihre Nachbarn schon in gefährliche Situationen geraten. Auch Wolfgang Sandfuchs teilt diese Einschätzung, die für den Leiter des Literaturhauses im Botanischen Garten noch eine zusätzliche Gefahrenquelle mit sich bringt: „Wenn man jetzt aus unserer Einfahrt auf den Schwanenweg fahren will, muss man buchstäblich mit allem rechnen“, beschreibt Sandfuchs die Situation für Besucher des Literaturhauses und ergänzt: „Zumindest ein Spiegel auf der anderen Seite wäre zur Sicherheit dringend nötig.“

Verlust von Parkplätzen sorgt für Ärger

Zugleich stoßen sich Sandfuchs, Hinrichsen und Weigel auch an dem Verlust der rund 20 Parkplätze, der mit der Verwandlung des Schwanenwegs einhergegangen ist. „Einige Besucher werden dadurch vom Besuch unserer Veranstaltungen abgeschreckt“, betont Sandfuchs, und Edda Hinrichsen befürchtet für künftige Events in dem aufwendig restaurierten Topfhaus des Botanischen Gartens ebenfalls einen ähnlichen Effekt. Ein direkt am Literaturhaus gelegener Parkplatz sorgt bei Sandfuchs dagegen für Irritationen ganz anderen Art: „Es handelt sich um den Behinderten-Parkplatz, der aber nur zwischen 9 und 20 Uhr für diesen Zweck ausgewiesen ist. Wenn unsere Veranstaltungen beginnen, verwandelt er sich unsinnigerweise in einen ganz normalen Parkplatz, sodass ihn gehbehinderte Menschen im Zweifelsfall nicht mehr beanspruchen können.“

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