Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kiel Zwei neue Anbieter gehen an den Start
Kiel Zwei neue Anbieter gehen an den Start
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 31.01.2018
Von Anne Steinmetz
Die Nutzung von Leihfahrrädern soll helfen, die Luftqualität in deutschen Städten zu verbessern. Zwei neue Anbieter wollen sich in Kiel etablieren. Quelle: Hauke-Christian Dittrich
Kiel

Die neuen Anbieter kommen wie gerufen, sagt Stadtbaurätin Doris Grondke. „In den Diskussionen, Beteiligungsrunden und Workshops zum Masterplan Mobilität und zum Konzept 100% Klimaschutz wurde vielfach die Notwendigkeit angesprochen, ein leistungsfähiges und möglichst flächendeckendes Leihradsystem für Kiel zu realisieren.“ Sie sieht es außerdem als Vorteil, dass der Stadt keine Kosten entstehen. Denn die Anbieter tragen die Kosten vollständig selbst.

Anders als Campusrad verleihen die beiden Unternehmen, Ofo und Donkey Republic, ihre Räder ohne feste Stationen. Der chinesische Anbieter Ofo bietet seine Räder im sogenannten „free floating“-System an. Das heißt, die Räder sind überall im Stadtgebiet verteilt. Dort, wo sie abgestellt werden, können sie auch wieder ausgeliehen werden. Das funktioniert über eine App, die man sich herunterladen muss, und über das Einscannen eines QR-Codes am Fahrrad. Sobald man das Fahrrad abstellt und abschließt, endet der Leihvorgang. Ofo plant, zunächst mit rund 1500 Rädern in Kiel an den Start zu gehen. Nach einer ersten Pilotphase, die etwa drei Monate dauert, könnten weitere 1500 Rädern dazukommen, teilte die Firma im Fahrradforum mit.

Bei der dänischen Firma Donkey Republic werden die Fahrräder an sogenannten „Hubs“ ausgeliehen und auch wieder zurückgegeben. Das sind keine fest installierten Stationen, sondern Fahrradständer im öffentlichen Raum, die als Leihstation digital festgelegt sind. Auf der Donkey-App, die man sich für den Leihvorgang herunterlädt, sind die Hubs eingezeichnet. Rund 50 solcher Stationen soll es nach dem Markteintritt von Donkey im Kieler Stadtgebiet mit rund 200 Rädern geben.

Beide Systeme halten Verantwortliche in Kiel für erfolgversprechender als Campusrad. Hier gab es nur 50 Räder, die an vier festen Stationen abgeholt und wieder zurückgegeben werden mussten. „Das waren viel zu wenige Stationen und Räder“, sagt Uwe Pfründer, Leiter des Gebäudemanagements der CAU und verantwortlich für Campusrad. Deshalb sei das System nie richtig genutzt worden und am Ende einfach nicht mehr wirtschaftlich gewesen. „Die Bahn hat den Vertrag deshalb Ende des Jahres gekündigt. Aber wir wollten auch kündigen, weil wir gehört haben, dass neue Anbieter nach Kiel kommen“, so Pfründer weiter. Von beiden Anbietern erhofft er sich ein attraktiveres Angebot für Studierende und Uni-Mitarbeiter. „Unser Ziel ist, dass Studierende auch bei den neuen Anbietern wieder die erste halbe Stunde kostenlos nutzen können“, versichert Pfründer. Die Kosten dafür trage die Uni.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kiel Schulschiff „Gorch Fock“ - Von der Bildfläche verschwunden

Die Nachricht ließ die Wellen hochschlagen: Die Kosten für die Instandsetzung des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ werden weiter steigen. Seit zwei Jahren liegt sie inzwischen im Dock der Bredo-Werft in Bremerhaven und ist im wahrsten Sinne des Wortes von der Bildfläche verschwunden.

Frank Behling 31.01.2018

Beim FC Kilia Kiel hat sich in der Winterpause personell einiges getan. FC-Coach Thommy Schwantes muss sechs Abgänge mit fünf Neuzugängen kompensieren. Mit einem kleinen 18er-Kader soll nun die ohnehin schwierige „Mission Klassenerhalt“ in der Fußball-Landesliga Schleswig in Angriff genommen werden.

30.01.2018

Die Polizei Kiel hat am Dienstagmorgen gegen 5.30 Uhr einen 29-Jährigen festgenommen. Er soll zuvor in einen Döner-Imbiss in der Möllingstraße eingebrochen sein und dort Waren und Bargeld erbeutet haben, wie Polizeisprecher Oliver Pohl mitteilte.

Niklas Wieczorek 31.01.2018
Anzeige