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Kiel Kristian Blasel zur Kieler Woche
Kiel Kristian Blasel zur Kieler Woche
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07:00 25.06.2018
Von Kristian Blasel
Kristian Blasel
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Kiel

Auch in der 124. Variante hat sie nichts von ihrem Glanz verloren. Im Gegenteil: Das Großereignis, das sich in den vergangenen Jahren kaum verändert hat, wird allmählich aufgefrischt. Endlich.

Die Handschrift des neuen Kieler-Woche-Büro-Leiters Philipp Dornberger ist zwölf Monate nach seinem Dienstantritt durchaus zu erkennen. Ob Hörn, Internationaler Markt, Innenstadtplätze, Muddi-Markt oder Kiellinie: Überall wird nachgesteuert. Allerdings muss man schon genauer hinschauen, um die Neuerungen zu erkennen. Langfristige Verträge mit den Standpächtern, aber auch über Jahrzehnte eingeübte Laufwege der Besucher lassen binnen eines Jahres Reformen nur im Schongang zu. Weder die Piraten-Welt auf dem Asmus-Bremer-Platz, das Woderkant-Festival oder auch die Fläche rund um die Hörn, um nur einige Beispiele zu nennen, haben ihr Potenzial ausgereizt. Das musste auch der quirlige Dornberger akzeptieren, der gerne mehr Veränderungstempo aufgenommen hätte. Da darf im großen Jubiläumsjahr gerne nachgelegt werden.

Wie wichtig eine aufmerksame Kieler-Woche-Leitung ist, zeigt sich in der Debatte über die schwächelnde Windjammerparade. Ein Thema, das weit über Kiel hinaus strahlt. Ganz offensichtlich hat die Stadt den Ärger in der Großsegler-Szene über die Situation zur Kieler Woche unterschätzt. Die Konkurrenz, die zum Teil mit Geld locken kann, ist stark. Aber noch ist genügend Zeit, um nachzusteuern. Wenn in den nächsten Wochen und Monaten die Wünsche und Möglichkeiten auf beiden Seiten ausgetauscht werden, wäre der Weg frei für eine Rückkehr zu alten Glanzzeiten. Und vielleicht kann der Dauerpatient „Gorch Fock“ im nächsten Jahr trotz aller Ausbildungszwänge wieder vorneweg fahren. Ohne dieses Flaggschiff, das haben die zurückliegenden drei Jahre gezeigt, fehlt der Parade etwas.

Die Mischung aus Volksfest, Segelsportgroßereignis, Kindervergnügen, Musikfestival, Ballonspektakel sowie gesellschaftspolitischen Konferenzen und Empfängen muss ständig angepasst werden. Zu den Verbesserungen, die in diesem Jahr bereits zu spüren waren, gehört der Versuch, über Großbildschirme Ereignisse aus Schilksee und den Stadtteilen in die City zu holen. Ein klarer Gewinn ist auch die Einführung der bewachten Fahrradparkplätze. Trotzdem muss gerade am Verkehrskonzept gefeilt werden. Nicht alle können mit dem Fahrrad die Innenstadt erreichen. Wer die Menschen vom Pkw dauerhaft in den öffentlichen Nahverkehr locken will, darf sie nicht mit langen Wartezeiten frustrieren.

Aber das sind alles Probleme, die lösbar sind. Die Lust der Region, einmal im Jahr ausgiebig zu feiern, ist ungebrochen. Die 125. Kieler Woche, sie kann kommen.

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