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Kiel Im Frühjahr wird's ernst
Kiel Im Frühjahr wird's ernst
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08:00 05.10.2018
Von Frank Behling
Mit dieser markanten Bogen-Konstruktion soll die Eisenbahn- und Straßenbrücke Levensau zum neuen Wahrzeichen im Westen von Kiel werden. Quelle: WSV
Kiel

Grund für diese Maßnahme sind Vorbereitungen an dem südlichen Widerlager. Dieses gewaltige Ziegelsteingewölbe soll nämlich auch nach dem Neubau der Brücke als Quartier für Fledermäuse erhalten bleiben. Um die dafür nötigen Sicherungsarbeiten vornehmen zu können, werden bereits nach dem Ende des Winterschlafs der Fledermäuse am 15. April die Baumaschinen anrücken. Während die Brücke dann für Fußgänger und Radfahrer bis 30. April gesperrt bleibt, müssen Autos, Busse und der landwirtschaftliche Verkehr sogar noch bis August auf diesen Weg verzichten.

Straßenverkehr wird über die B 76 umgeleitet

„Der Straßenverkehr wird über die B76 umgeleitet, die in diesem Zeitraum zwischen den Anschlussstellen Steenbek/Projensdorf und Felm/Neuwittenbek in beide Fahrtrichtungen auch für Fahrzeuge mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit unter 60 Kilometern pro Stunde freigegeben wird“, erklärt Projektleiter Thomas Janßen vom Fachbereich Investitionen beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau. Der erfahrene Brückenbau-Ingenieur plant seit 2009 den Ersatzbau der historischen Brücke.

Am Dienstag Info-Abend in Suchsdorf

Trotz der Sperrungen wird es aber (Um-)Wege geben. „Für Fußgänger und Radfahrer wird im April 2019 ein kostenloser Buspendelverkehr zwischen Suchsdorf und Neuwittenbek eingerichtet, der auch Fahrräder mitnimmt“, sagt Janßen. Der Bahnverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Gettorf und Kiel wird in der Zeit vom 1. Juli bis 10. August unterbrochen. Während der Unterbrechung der Bahnstrecke wird im Sommer ein Schienenersatzverkehr zwischen Eckernförde und Kiel eingerichtet. Detaillierte Angaben bekommen die Anwohner auf der Kieler Seite am Dienstag um 19.30 Uhr im Sportheim des SV Suchsdorf.

Neubau der Brücke kostet 50 Millionen Euro

Die 1894 eingeweihte alte Brücke ist die Kanalüberquerung der Kreisstraße 27. Außerdem verläuft über die Brücke die Schienentrasse nach Eckernförde und Schleswig sowie der Anschluss der Gewerbegebiete in Friedrichsort. Das alte Stahlbauwerk ist die letzte Brücke aus der Bauzeit des Kanals. Da dort die Durchfahrt für Schiffe besonders eng ist, soll mit dem Neubau der Brücke für Schiffe mehr Platz geschaffen werden. So wird die Kanalsohle von 44 auf 75 Meter verbreitert. Diese Verbreiterung reduziert das Risiko von Havarien.

Die Kosten für den Neubau der Brücke liegen bei rund 50 Millionen Euro. Sie sind Teil der rund eine Milliarde Euro, die in den kommenden zehn Jahren in den Kanal investiert werden.

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