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Kiel Brutale Täter schlugen mit Hammer zu
Kiel Brutale Täter schlugen mit Hammer zu
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07:00 27.01.2018
In der Lüderitzstraße kam es am Donnerstagabend zu heftigen Auseinandersetzungen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel - Neumühlen-Dietrichsdorf

„Es gab dort einen größeren Einsatz“, bestätigt Kiels Polizeisprecher Oliver Pohl knapp. Als die Beamten vor Ort eintrafen, trafen sie nach eigenen Angaben auf zwei Tatorte und mehrere verletzte Personen.

Dennis B. (Name von der Redaktion geändert) schildert den Ablauf am Tag darauf aus seiner Sicht: Er wollte einen gemütlichen Abend mit seiner Frau verbringen, da klingelte es an der Wohnungstür. „Ungewöhnlich um diese Zeit“, dachte er sich noch und öffnete. Zwei Männer standen vor ihm, bedrängten ihn mit einem Elektroschocker und schlugen mit einem Hammer auf ihn ein. Den Kopf haben sie mehrfach getroffen, auch das Schulterblatt. Sein Hund wurde mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt.

„Ich hab keine Ahnung, wer die waren und was sie wollten“, beteuert Dennis B., dem der Vorfall auch am Tag danach noch völlig rätselhaft erscheint. Zumal er den maskierten Tätern in der Not sein ganzes Geld vor die Füße warf, ohne dass die etwas davon genommen hätten. Tatsächlich hatte die Polizei allen Grund zum Eingreifen, denn auch im Mietshaus gegenüber ereignete sich exakt zur gleichen Zeit ein Überfall nach diesem Strickmuster. Nachdem die Polizei eingetroffen war, beruhigte sich die Lage sofort.

Zwar befanden sich mehrere schwer verletzte Personen in den Wohnungen. „Es ist aber so, dass es keine Anzeigen gab, deshalb können die Kollegen auch nicht ermitteln“, sagt Polizeisprecher Oliver Pohl. Auch Dennis B. hat demnach keine Anzeige erstattet. Drogen und verbotene Waffen seien nicht gefunden worden, sagt Pohl. In einer Wohnung wurde eine größere Mengen Bargeld gefunden, was aber nicht verboten ist.

Mit Ausnahme eines Mannes, der mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde, lehnten alle anderen Betroffenen eine medizinische Behandlung ab. Die Beamten haben den Verdacht, dass es sich um rivalisierende Drogen-Gruppen handeln könnte.

Von Martin Geist und Frank Behling

Von KN-online

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