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Kiel Kiel ist mehr als Sailing-City
Kiel Kiel ist mehr als Sailing-City
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07:00 18.05.2017
Von Kristian Blasel
Präsentierten Ideen für ein attraktiveres Kiel (v.li.): Dirk Scheelje, Ulf Kämpfer, Volker Sponholz, Martina Hansen, Kathrin Reinicke, Thekla Sibbel und Sönke Schuster. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Heftig gestritten wurde Anfang 2016 über das neue Design der Marke „Kiel.Sailing.City“. Wie verträgt sich das Logo mit dem Stadtwappen? Es dauerte Wochen, bis es im Rathaus eine Lösung gab – inzwischen werden beide Zeichen im Schriftverkehr der Stadt verwendet. Doch was sich inhaltlich jenseits des Segelns hinter der Marke verbirgt, das war bislang noch nicht geklärt.

„Die Projekte sind jetzt reif“, verkündete ein sichtlich zufriedener Oberbürgermeister Ulf Kämpfer in dieser Woche auf der dritten „Markenwerkstatt Kiel.Sailing.City“. Seit vergangenem Herbst haben auf Einladung Kämpfers zahlreiche gesellschaftlich relevante Gruppen der Stadt in Workshops Vorschläge entwickelt, wie Kiel als Stadt mittelfristig punkten soll. Und die Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Hochschulen der Stadt sind sich zumindest in der Richtung einig: Kiels Zukunft sollte vor allem digital sein, damit die Landeshauptstadt im überregionalen Wettbewerb den Anschluss behält.

Im Herbst steht die Digitale Woche Kiel auf der Agenda

Worum geht es konkret? Zum Beispiel um die Digitale Woche Kiel, die der OB Anfang des Jahres auf die Agenda gesetzt hat und die breite Unterstützung in der Stadt erfährt. Vom 16. bis 23. September dieses Jahres sind rund 100 Veranstaltungen geplant, die nicht nur Spezialisten ansprechen, sondern auch überregional für Aufmerksamkeit sorgen soll. Programmatische Details werden im Juni bekanntgegeben. Konkret geplant, auch das ein Ergebnis der Workshops, ist ein sogenanntes Denkschiff, auf dem Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft enger zusammenrücken sollen. Erstmals soll es (als gemieteter Förde-Dampfer) während der Digitalen Woche einladen. An Bord soll dann die Frage diskutiert werden, „wie gutes Familienleben in einer digitalen Welt aussehen kann“, so Martina Hansen vom Presseamt der Stadt.

Ganz vorne dabei sein will Kiel künftig mit einem virtuellen Stadtführer, der in einer Modellversion für das Jubiläumsjahr zum Matrosenaufstand entwickelt werden soll. „Das Thema ist ideal, weil hochaktuell“, schwärmt Rainer Kraatz von der Muthesius-Gesellschaft, der zu den Initiatoren gehört. Wer die Bahnhofstreppe heruntergehe, so die Vision, könne auf der App dann die Orte mit Szenen aus der Kaiserzeit verknüpfen. „Das gäbe es in dieser Form nur in Kiel“, sagt Kraatz. Kontakte mit den Kieler Hochschulen seien geknüpft. „Ausbauvarianten für weitere Apps“, so Kraatz, werden bereits geprüft.

Ebenfalls mit der IT-Welt beschäftigt sich die Projektgruppe „Digitaler Knigge“, die „Empfehlungen für einen bewussten Umgang mit digitalen Medien“ entwickeln will. Ausdrücklich gehe es dabei nicht um Verbote, sagt Stadtwerkesprecher Sönke Schuster, der die Idee vorgestellt hat. „Wir wollen versuchen, positiv und charmant formulierte Richtlinien festzulegen.“

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