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Kiel Bauprojekt sorgt für Unruhe
Kiel Bauprojekt sorgt für Unruhe
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08:00 23.11.2017
Von der Gablenzbrücke hat man den besten Blick auf die Krim. Hier sollen in den kommenden Jahren die Häuser für das Wohnprojekt „Marthas Insel“ entstehen. Bis 2020 will die Big-Bau hier mehr 300 Wohnungen bauen.  Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Am Ende der Marthastraße, in unmittelbarer Nähe zu den Bahngleisen, plant die Big-Bau 312 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe in sieben Gebäuden. Mitte 2020 sollen die Wohnungen fertig sein. Die Big wolle Wohnraum für junge und jung gebliebene Leute schaffen, erklärte Projektleiterin Julia Spiering. "Aber wir setzen verstärkt auf Studenten." Rund zwei Drittel der Wohnungen seien kleinere Appartements oder sogenannte Mikro-Appartements mit rund 21 Quadratmetern Wohnfläche. 280 Euro Nettokaltmiete kalkuliert die Big derzeit für ein solches Appartement.

Ein Preis, der für Unruhe sorgte unter den anwesenden Marthastraßen-Bewohnern. Aber nicht nur das: Nachdem Gerwin Stöcken in der Bauausschusssitzung im Oktober von den Mitgliedern gebeten worden war, mit der Big zu verhandeln, ob sie einen Teil der Wohnungen als sozial geförderten Wohnraum zur Verfügung stellen könnte, teilte Spiering gestern mit, dass die Verhandlungen gescheitert seien. "Wir haben ein Angebot abgegeben, das ist abgelehnt worden."

Für die Bewohner der Marthastraße liegt in den hohen Mietpreisen der neuen Bauten ein großes Problem. Sie befürchten auch für ihre Wohnungen steigende Mieten und einen Verdrängungswettbewerb. "Der Quadratmeterpreis auf der Ecke ist ja sonst ein ganz anderer", sagte ein Anwohner. Außerdem befürchten sie in der Bauphase viel Lärm, der durch die zum Teil nicht schallisolierten Fenster für viele Anwohner schwer erträglich sein wird. "Ich weiß auch gar nicht, wie die ganzen Baufahrzeuge durch die schmale Straße fahren sollen", sagte ein anderer Anwohner.

Trotz aller Kritik betonten die Ortsbeiratsmitglieder, dass sie das Projekt der Big begrüßten. "Wir freuen uns, dass im Stadtteil neuer, ansprechender Wohnraum entsteht", so Ortsbeiratsmitglied Thorsten Scholz (SPD). Dregelies hoffte außerdem, dass sich noch eine Möglichkeit ergebe, dass auch sozial geförderter Wohnraum an der Marthastraße entstehe.

Von Anne-Kathrin Steinmetz

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