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Kiel Im Sessel sitzen und abtauchen
Kiel Im Sessel sitzen und abtauchen
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20:28 04.07.2017
Von Volker Rebehn
Ein fünfminütiger, gemeinsam produzierter Film der FH Kiel und Geomar wird vor den 3D-Filmen des Mediendom-Programms gezeigt. Das Produktionsteam (v.li.): Eduard Thomas, Isabelle Beyer, Kirsten Baumert, Markus Schack, Bob Weber, Silas Fuchs und Marlena Wels. Quelle: Volker Rebehn
Dietrichsdorf

Die fünfminütige Tauchfahrt, bei der „Superhelden der Tiefsee“, so der Titel, unter die Lupe genommen werden, ist eine Kooperation des Zentrums für Kultur- und Wissenschaftskommunikation der FH Kiel mit dem Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Das Sommerprogramm des Mediendoms wartet darüber hinaus mit zwei weiteren Premieren neuer Shows auf. Ab Freitag, 7. Juli, gehen „Polaris – das Weltraum-U-Boot“ und „Limbradur und die Magie der Schwerkraft“ um 16.30 Uhr beziehungsweise 18 Uhr an den Start.

„Über zehn Jahre planen wir eine virtuelle 3D-Fahrt in die Tiefsee“, sagt Eduard Thomas. Aber leider, so der Direktor des Mediendoms weiter, sei es schwierig gewesen, potenzielle Geldgeber für ein solches Filmprojekt zu begeistern. So blieb der „Traum, das faszinierende Ökosystem Tiefsee den Besuchern des Mediendoms näherzubringen, lange unerfüllt“. Der Hochschulwettbewerb zum Wissenschaftsjahr 2016/17 ließ den „Traum“ dann überraschend ein bisschen Wirklichkeit werden. In diesem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung waren Studierende, Promovierende und Nachwuchswissenschaftler aufgerufen, Lösungen zu zentralen Fragen aus der Meeresforschung zu entwickeln, Wege aufzuzeigen, wie lokal und weltweit gehandelt werden kann. 165 Arbeiten wurden eingereicht, und Isabella Beyer wurde eine der Preisträgerinnen.

Isabella Beyer promoviert an der Fachhochschule Kiel in Kooperation mit dem Planetary Collegium der Plymouth University (England) unter anderem im Bereich von 360-Grad-Medien als Instrument der Wissensvermittlung. „Das ist genau unser Thema. Wir müssen alles tun, um den Wettbewerb zu gewinnen“, sagte sich Eduard Thomas und begeisterte Isabella Beyer für das Projekt. Die Superhelden-Produktion gewann tatsächlich. „Es ist ein zentrales Thema meiner Forschung, Räume wie den Mediendom mit seiner 360-Grad-Kuppel zu nutzen, um Wissenschaft erlebbar zu machen“, sagt sie. Eines ihrer Hauptthemen sei dabei die Frage, wie Meere geschützt werden können und wie ein Leben in extremen Tiefen möglich ist. Tatsächlich gibt es Tiere, die unter diesen extremen Bedingungen überleben – wie der Observatorfisch, der Pelikanaal und die augenlose Krabbe. Deren Überlebensstrategien zeigt der Film. „Das sind Superhelden“, sagt die Doktorandin, sodass der Filmtitel schnell gefunden war. Jetzt hoffen die Produzenten auf weitere Gelder, um den Film auf 50 Minuten ausdehnen zu können. Das Konzept haben sie bereits. Der Kurzfilm wird nach der Kieler Premiere bundesweit in über 30 Planetarien aufgeführt.

„Libradur und die Magie der Schwerkraft“ ist schon Teil des Mediendom-Programms. Die bildgewaltige und zugleich unterhaltende Science-Seeing-Tour kann jetzt aber erstmals mit 3D-Brillen zu 3D-Raumklängen erlebt werden. In diesem preisgekrönten Animationsfilm durchstreift der Zauberschüler Limbradur mit dem kleinen kauzigen Wissensroboter Alby X3 die Welt von Einsteins Theorien zur Gravitation. In „Polaris – das Weltraum-U-Boot“ gehen James, ein um die Welt reisender wissensdurstiger Pinguin, und der Eisbär Vladimir auf eine unterhaltsame, aber auch sehr lehrreiche Entdeckungsreise für Jung und Alt.

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