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Kiel Ganz privat abheben
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08:00 23.07.2018
Von Petra Krause
Der Rückflug von St. Peter-Ording führt über die Stadt Schleswig. Aus der Piper hat man einen guten Rundumblick. Quelle: Petra Krause
Kiel

Im Holtenauer Fliegercafé wartet der gelernte Flugzeugmechaniker Mathias Großer auf seine Mitflieger. Die Route: ein Rundflug über die Halligen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer mit kurzem Kaffeestop in St. Peter-Ording. Natürlich mit einer Propellermaschine, in diesem Fall einer Piper. Der Flug an die Westküste kostet 60 Euro plus 12 Euro Vermittlungsgebühr.

Die Kosten werden geteilt

Anfang des Jahres hat er sich bei der Mitflugzentrale Wingly angemeldet. So minimiert er nun sein Kosten für sein teures Hobby. Denn zwölf Flugstunden im Jahr sind Pflicht, um die Lizenz nicht zu verlieren.Inzwischen hat er etwa 30 Mal Gesellschaft beim Fliegen. Stress gab es noch nie. „Wenn mir einer suspekt wäre, würde ich ihn abweisen“, sagt der 40-Jährige. Das ist auch mit einer der Gründe, warum die Mitflugbörsen Erfolg haben. Denn die Kosten für die Flüge wie Treibstoff, Flughafengebühren oder mögliche Mietkosten des Flugzeugs werden auf alle der Mitflieger, einschließlich des Piloten, aufgeteilt.

Flug über die unendlichen Weiten des Wattenmeeres

Bevor es aber losgehen kann, prüft Mathias Großer das Flugzeug gründlich. Dann hebt die kleine Piper endlich Richtung Förde ab, dreht ab, fliegt ein Stück am Kanal entlang und nach 25 Minuten quer durch Schleswig-Holstein über grüne Flickenteppiche landet sie an der Westküste. Nach einer kurzen Kaffeepause setzt Mathias Großer den Flug fort. Unter ihm der Leuchtturm Westerhever, dann die unendlichen Weiten des Wattenmeeres mit den Halligen Süderogsand, Norderogsand, Hoge, Nordmarsch Langeneß und Gröde. Im Gegensatz zu den Mitfahrzentralen ist die Mitflugbörse bisher weniger dazu geeignet von A nach B zu kommen, sondern mehr ein Alltagsabenteuer.

Die Idee vom Mitfliegen ist nicht neu

Die Idee des Mitfliegens ist nicht neu. Die 2001 von Sigi Kottysch initierte Mitflugbörse auf seiner Webseite EDDH, die sich in erster Linie an Piloten richtet und viele nützliche Infos bietet, ist ein kostenloses Portal. Das Wingly und Co. jetzt aus der Idee gewinnorientierte Unternehmen aufbauen, stört ihn wenig. „Damit musste ich rechen. Das kratzt mich aber wenig. Es wird ja nur kopiert, was gut ist.“

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