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Kiel Höffner setzt auf Online-Handel
Kiel Höffner setzt auf Online-Handel
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08:00 11.10.2018
Von Martina Drexler
Moderne Sofas, hübsch fotografiert und gedruckt im Katalog präsentiert: Was viele Jahrzehnte gut funktioniert hat, reicht für ein erfolgreiches Möbelunternehmen nicht mehr aus. Die Kunden erwarten Service, Beratung und Informationen auch auf digitalen Kanälen. Quelle: imago stock&people
Kiel

Dass das Möbelhaus Höffner statt Möbel Kraft sich nun in Kiel niederlassen soll, begründete Kurt Krieger, Inhaber beider Möbelhäuser, unter anderem mit dessen stärkerer Wirtschaftskraft und Internetpräsenz. Im „ServiceAtlas“ erreichte Höffner Platz 4 der „kundenorientiertesten Online-Händler“ und den Spitzenplatz bei den stationären.

Möbelhäuser schneiden bei der Wettbewerbsstudie gut ab

Die Wettbewerbsstudie der Kölner Analysegesellschaft ServiceValue wertete 4776 Kundenurteile zu insgesamt 60 Möbelhändlern nach acht Leistungskategorien bundesweit aus. Zwar liegt der Anteil im Online-Handel erst bei 14 Prozent, doch er wächst stetig. Trotzdem blieben Kommunikation und die Beratung wie im stationären Handel für die Kundenbindung entscheidend, heißt es. Am stärksten überzeugten die Online-Händler bei Lieferung und Aufbau. Dabei erreichte hoeffner.de die beste Note. In der Gesamtwertung schnitten bei den Online-Möbelhändlern otto.de, gefolgt von pharao24.de und allnatura.de, am besten ab.

Bei den Möbelhändlern vor Ort legen die Kunden vor allem Wert auf „Qualität im Kundendialog“, Service-Zusatzleistungen und Kostentransparenz. In den Leistungskategorien „Kundenberatung“ und „Kundenservice“ liegt Höffner auch hier ganz vorn, während Möbel Kraft für die „Lieferung und Montage“ die Note 1 erhält. Bei den stationären Händlern kommt das Bad Segeberger Unternehmen in der Gesamtwertung auf Platz 5. Der schwedische Konzern Ikea belegt hier nur Platz 10 (als Online-Händler Platz 6), ist aber Sieger bei den Punkten „Kundenkommunikation“ und „Preis-Leistungs-Verhältnis“.

Ikea sieht den Neubau in der Nachbarschaft als Stärkung des Standorts

Dass Ikea in Kiel nun Höffner statt Möbel Kraft als neuen Nachbarn bekommen soll, „ändert für uns gar nichts“, erklärte gestern Unternehmenssprecherin Chantal Gilsdorf: „Wir haben bundesweit verschiedenste Wettbewerber in unserer Umgebung. Wir sehen das immer als Stärkung für den Standort.“ Ikea wollte mit 60 Millionen Euro ähnlich viel Geld in Kiel investieren wie die Krieger-Gruppe in ihren Neubau, doch, wie berichtet, stoppte das Unternehmen den Ausbau – wegen der Kostensteigerung bei den Ausschreibungen um bis zu 30 Prozent. Das Unternehmen will aber an der Erweiterung festhalten. Kiel habe mit zwei Millionen Kunden im Jahr eine sehr gute Frequenz. Noch in diesem Herbst werden die drei neuen Parkebenen mit zusätzlichen 400 Parkplätzen fertig.

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