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Ziehen die Auslandsvereine in die Wik?

Nach Kündigung Ziehen die Auslandsvereine in die Wik?

Vier Auslandsvereine bieten bisher in der Hardenbergschule Kultur, Bildung und Sprachkurse an. Nach 30 Jahren wurde ihnen, wie berichtet, von der Stadt gekündigt. Nun sind die Vereine auf der Suche nach neuen Räumen – auch in der Wik. Der Ortsbeirat begrüßt diese Überlegungen.

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In der Hardenbergstraße bieten vier Auslandsvereine Kultur, Bildung und Sprachunterricht an. Ende März müssen sie ausziehen, weil die benachbarte Schule mehr Räume braucht.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Das Centre Culturel Français und die Deutsch-Französische Gesellschaft sowie die Deutsch-Italienische Gesellschaft (Società Dante Alighieri) und die Deutsch-Ibero-Amerikanische Gesellschaft haben von der Stadt eine Kündigung erhalten. „Es stehen immer mehr Schüler auf der Matte, und wir haben den öffentlichen Auftrag, Kinder zu beschulen“, erklärte Stadtpräsident Hans-Werner Tovar (SPD) im Ortsbeirat, der mit Stadtrat Gerwin Stöcken (SPD) die Vereine auf der Suche unterstützt.

Derzeit sind Räume in der Fröbelschule und in einem Gebäude in der Waisenhofstraße als Alternative im Gespräch. Beides bringt jedoch Probleme mit sich: „Die Fröbelschule ist verkehrlich schlecht zu erreichen, und in der Waisenhofstraße besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf, die Herrichtung würde 410.000 Euro kosten“, so Tovar.

Ehemalige Bundeswehrfachschule als Lösung?

Eine dritte Idee wäre die Nutzung von Räumen im Wiker Marinequartier, genauer gesagt in der ehemaligen Bundeswehrfachschule. Aber auch die könne nicht zeitnah bezogen werden, da die Stadt die Gebäude ausschließlich zur Unterbringung von Flüchtlingen nutzen darf, so legt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bisher fest. Momentan sei zudem unklar, wie der Familiennachzug geregelt werde.

Die Idee, die Auslandsvereine und auch andere Initiativen in der Wik anzusiedeln, fand im Ortsbeirat großen Anklang. Auch der von der Ratsversammlung beschlossene Auftrag an den Oberbürgermeister, in der Wik nach einem geeigneten Gebäude für ein „Haus der Vielfalt“ zu suchen, gefiel dem Gremium.

Tovar versprach, dass die Stadt eine Lösung finden wird: „Wir kriegen das hin, es ist nur arg knapp mit der Zeit.“ Im Februar gebe es ein Gespräch mit allen Beteiligten, in welchem hoffentlich eine Lösung gefunden werde. Eine Zwischenlösung lehnen die Vereine ab, weil sie befürchten, dass ihr Klientel abspringt.

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