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Kiel Mehrere Tiere sind bereits gestorben
Kiel Mehrere Tiere sind bereits gestorben
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10:00 23.01.2019
Von Karina Dreyer
Mehr als 160 Tiere wurden nach der Zwangsräumung in einer Gaardener Wohnung ins Tierheim gebracht, darunter auch diese Katzen. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Traurige Bilanz: Sieben junge Meerschweinchen und Kaninchen sind aufgrund ihres schlechten Zustandes mittlerweile verstorben, zwei mussten wegen Tumoren eingeschläfert werden und eine Katze wird noch operiert. Die restlichen Tiere erholen sich gut und können demnächst vermittelt werden.

52 verschiedene Vögel waren hier untergebracht

Eine Frau und ihre erwachsene Tochter hatten vermutlich über einen längeren Zeitraum die Tiere angehortet. Jetzt gibt es genaue Zahlen: 18 Katzen, 34 Kaninchen, ein Hamster, 52 verschiedene Vögel und 50 Meerschweinchen, von denen rund 20 trächtig sind und demnächst für weiteren Nachwuchs sorgen. Um die Tiere unterbringen zu können, wurden die Katzen in drei Hundezimmer im Quarantäne-Bereich als Gruppen untergebracht, ein weiterer Bereich für die Nager und Vögel geräumt. Mittlerweile wurden die Tiere auch so aufgeteilt, dass sie sich untereinander vertragen.

Bei Tierquäler-Verdacht sofort nachfragen

„Solch' eine Menge an Tieren im dreistelligen Bereich kommt sehr selten vor. Das letzte Mal hatten wir das 2012 nach dem Brand in der Zoohandlung Knutzen. Aber das war eine Zoohandlung und nicht wie jetzt ein privater Haushalt“, erinnert Haase. Warum niemand auf den Geruch in der Wohnung aufmerksam geworden ist, kann sie nicht verstehen. In die Wohnung der beiden Frauen kam wohl niemand rein. Die Tierheimleiterin rät: Besteht ein solcher Tierquälerei-Verdacht, „müsste man mal direkt und freundlich nachfragen, ob Hilfe gebraucht wird, ansonsten das Veterinäramt oder Tierheim informieren“. Hintergrund ist vermutlich eine psychische Störung, die unter dem englischen Begriff „Animal Hoarding“, bekannt ist und das krankhafte Sammeln von Tieren meint.

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