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Kiel Nach dem Großfeuer im Paraffin-Lager: Kanalfähre "Adler 1" fährt wieder
Kiel Nach dem Großfeuer im Paraffin-Lager: Kanalfähre "Adler 1" fährt wieder
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07:35 01.07.2009
Kiel

In der Nacht zum 12. Juni hatte ein Großfeuer nicht nur ein Paraffin-Lager in der Wik, sondern auch den Ostern 2008 eingeweihten neuen Fähranleger der Kanalfähre Wik-Holtenau zerstört. Seit dem gibt es einen Busersatzverkehr, der die Fähranleger Wik und Holtenau verbindet.Da der Busersatzverkehr im Vergleich zur Fähre weniger beliebt ist, drängte man beim Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau auf eine schnelle Lösung für die Wiedereröffnung der Fährlinie. Dabei entsann man sich an das Provisorium, dass bereits von April 2007 bis zum März 2008 von der Fähre genutzt werden konnte.Damals war 400 Meter östlich der eigentlichen Fährstelle nahe des Zollamtes eine Zuwegung errichtet worden. Als Brücke für den Anleger hatte man damals eine Dockrampe des Marinearsenals genutzt. Diese Rampe war nach der Eröffnung des neuen Fähranlegers im April vorigen Jahres sofort zurückgebaut worden. Die alte Brücke wurde ausgesondert und verkauft. Als nach dem Feuer die Suche losging, wurden die Mitarbeiter des Amtes aber schnell fündig. Die jetzt eingebaute Brücke fanden die Techniker auf dem Gelände des Tonnenhofes in Holtenau. Dabei handelt es sich um eine Rampe für Schwimmbrücken und Docks aus dem Bestand der Bundeswehr. Es ist eine von noch zwei derartigen Brücken, die in Kiel verfügbar waren. Die zweite lagert im Marinestützpunkt.Für die Montage wurde zwei Pfähle gerammt und ein Lager gebaut, auf dem die tonnenschwere Stahlbrücke aufliegt. „Wir konnten dabei die Zuwegung nutzen, die wir 2007 für die erste Behelfsfährstelle errichtet hatten“, sagt Hans-Heinrich Koch, Außenbereichsleiter beim Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau.Gestern rückten die Arbeiter der Firma Ostseedienst aus Kappeln mitsamt Ponton, Schwimmkran und Schlepper „Anton“ wieder ab. Heute sollen die Kapitäne der „Adler 1“ einige Probeanläufe unternehmen und gegebenenfalls einige Feineinstellungen an der Fenderung erfolgen.Das neue Provisorium sieht aus wie das alte. „Wir haben wieder so eine ähnliche Brücke wie beim letzten Mal verwendet“, sagte Koch.Wenn die Erprobung erfolgreich verläuft, wird heute um 5.30 Uhr die „Adler 1“ erstmals ablegen. Die Reederei Adler-Schiffe hat die Zwangspause nach dem Großfeuer ebenfalls genützt und die Fähre in die Werft geschickt. Eine für den Herbst geplante Überholung wurde vorgezogen.Wann die eigentliche Fährstelle wieder in Betrieb genommen werden kann, steht in den Sternen. Die Schäden an dem Bauwerk sind immens. Nicht nur das Fährhäuschen ist ein Totalschaden, sondern auch die Kaianlage ist hinüber. Vermutlich muss der gesamte Anleger abgerissen werden. Der Umfang der Schäden seht immer noch nicht fest, da die Untersuchungen an der Kaimauer noch laufen. Unterdessen haben an Land bereits erste Abriss- und Aufräumarbeiten begonnen. Rohrleitungen zu den beiden Tanks am Fähranleger wurden demontiert und die Sicherheit der Treibstoffübergabestationen wieder hergestellt.

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