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Kiel Mit der „Spülbar“ gegen Plastikmüll
Kiel Mit der „Spülbar“ gegen Plastikmüll
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07:00 12.07.2018
Von Karina Dreyer
In Kooperation mit der Stadt Kiel organisiert die „Spülbar“ ein ressourcensparendes Mehrweg-Becher-System für den Kieler Wochenmarkt. Mehrweg-Becher gibt es an Ständen und können an der mobilen Spülstation auf Rädern abgegeben und gereinigt werden.Im Einsatz auf dem Wochenmarkt auf dem Exer: Lise Schill (links) und Anne Volc von "Spülbar". Quelle: Karina Dreyer
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Kiel

Ihren Ursprung hat die Gruppe, die ihren Master im Fach Nachhaltigkeit, Gesellschaft und Umwelt machen möchte, in dem yooweedoo-Ideenwettbewerb der Kieler Uni. Dabei geht es um eigene Changeprojekte, die zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen und einen gesellschaftlichen Nutzen haben sollen.

Und so tüftelten die vier Studenten an der Idee, „Einwegbecher auf Wochenmärkten mit einem Spülservice zu reduzieren“, sagt Lisa Schill. Die „Spülbar“ versorgt dabei die Kaffeeverkäufer mit Keramikbechern, holt sie ab, spült sie und bringt sie wieder hin. „Im Sommer sind das auf einigen Wochenmärkten bis zu acht Kaffeeanbieter“, so Daniel Hoffmann. Die Studenten haben ermittelt, dass dabei pro Stand rund 400 Becher am Tag über den Tresen gehen. Und die meisten der Kaffeeanbieter hätten nur Mehrwegbecher, „weil sie keine Möglichkeit zum Spülen haben“. Unterstützung gab’s übrigens auch vom Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel in Form von 100 Bechern, die nun zum Einsatz kommen.

90 Sekunden braucht ein Spülgang

Das Studententeam besorgte sich eine Gastro-Spülmaschine für 1000 Euro aus dem Internet und installierten sie auf einem Lastenfahrrad. „Wichtig dabei war, dass alles hygienisch ist und vom Ordnungsamt genehmigt wurde“, beschreibt Tom Riedel, der mit seiner mobilen Grillstation „Röstprinzessin“ Erfahrung hat und die Gruppe unterstützte, „weil sie Sympathieträger und mit ihrer Idee Vorbild sind“, lobt er. 90 Sekunden braucht ein Spülgang mit 1,5 Liter Wasser bei 65 Grad.

Für die Studenten zählt momentan nur eins: Ihr Kreislaufsystem schont Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Und ihr Projekt gibt ein gutes Signal: „Die meisten Probleme lassen sich im Kollektiv lösen. Wir möchten die junge Generation aufmerksam machen, dass es für Probleme manchmal einfache Lösungsmöglichkeiten gibt. Man muss sie nur umsetzen“, so Lisa Schill.

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