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Kiel Wer schnell findet, gewinnt
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20:53 03.02.2016
Von Karen Schwenke
Das Projekt schule die Medienkompetenz, das genaue Lesen und das Arbeiten im Team, sagte André Santen, Leiter der Unternehmenskommunikation der Förde Sparkasse. Die Schüler freuen sich schon auf die Herausforderung. Quelle: Frank Peter
Kiel

Nun haben Förde Sparkasse, das Institut Promedia und die Kieler Nachrichten über ihr gemeinsames Projekt genauer informiert und die Schüler konnten sich vergewissern: Nur mit Sorgfalt, intensiver Recherche und dem nötigen Ehrgeiz lässt sich der Sieg einfahren.

Kerstin Kaufmann von Promedia machte deutlich, aus welcher Masse an Informationen sich Menschen heute bedienen können: Fast 400 Fernsehprogramme, über 390 Radiosender, 351 Tageszeitungen und 1595 Zeitschriften gibt es in Deutschland. Dazu kommen die digitalen Medien. „Wer weiß, wie viele Informationen im Internet pro Minute verbreitet werden?“, fragte sie in die Runde und gab selbst die erstaunliche Antwort: „Deutschlandweit werden pro Minute 41000 Fotos allein bei Instagram hochgeladen, vier Millionen Suchanfragen bei Google gestellt, sechs Wikipedia-Artikel erstellt und 13,8 Millionen Whatsapp-Nachrichten versandt.“

Bei dieser Informationsflut sei es wichtig, Schülern durch Projekte wie Netrace Medienkompetenz zu vermitteln, darüber waren sich die Fachleute einig. Entscheidend sei es, Quellen im Internet kritisch zu hinterfragen: „Wir wollen das Internet aber nicht verteufeln. Wir wollen es nutzen, weil es eine gute Möglichkeit ist, uns schnell zu informieren“, sagte der stellvertretende Chefredakteur der Kieler Nachrichten, Bodo Stade. Und André Santen, Leiter der Unternehmenskommunikation der Förde Sparkasse, erklärte: „Wir unterstützen das Projekt, weil eben Schlüsselkompetenzen gezielt und auf spielerische Art und Weise geschult werden. Das ist im Berufsleben von enormer Wichtigkeit, aber auch im privaten Umfeld.“

Die ersten Fingerübungen für die Schüler gibt es schon in den Vorrunden. Jeweils um 9 Uhr am 16. Februar (bis zum 23.2.) und am 8. März (bis zum 15.3.) werden fünf Fragen freigeschaltet. Nur die besten drei Teams pro Schule kommen weiter in die Hauptrunde und später schafft es lediglich ein Team pro Schule in die Finalrunde. Nur die eindeutig richtigen Antworten (plus Link zur gefundenen Internetseite) werden akzeptiert. Bei Gleichstand gewinnt das schnellere Team. Sind die Schüler motiviert? Bis kurz vor Beginn des Seminars war die 18-jährige Själla Petong vom Gymnasium Kronshagen noch eher lustlos. Sie steht vor dem Abitur, doch ihre Mitschüler hätten sie – angelockt durch die Preisgelder von 250 bis 1000 Euro – zur Teilnahme überstimmt. Nach der Veranstaltung war allerdings auch Själla überzeugt: „Ach, das sind ja nur vier Runden mit je fünf Fragen, das könnten wir trotz Abi schaffen.“ Ob das klappt, da ist besonders ihre Lehrerin Marja Putzer gespannt. Sie schickt nämlich nicht nur die 13. Klasse von Själla mit mehreren Teams ins Rennen, sondern auch ihre 9. Klasse. „Die Klasse, die am Ende mehr Punkte hat, kriegt von mir einen Extra-Preis: ein Grillfest“, kündigte die engagierte Deutsch- und Biologielehrerin an. Klarer Favorit sei natürlich die 13., noch dazu mit Physikprofil und lauter computeraffinen Schülern. „Aber die fühlen sich vielleicht zu sicher. Ich räume den Neuntklässlern durchaus gute Chancen ein.“

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