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Kiel So kochte Kiel die letzten 200 Jahre
Kiel So kochte Kiel die letzten 200 Jahre
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08:00 25.11.2018
Von Karen Schwenke
Eindeutige Rollenzuweisung: Lehrküche der Frauenberufsschule am Philosophengang 8 (Kiel Damperhof) in den 1920er-Jahren. Quelle: Fotograf unbekannt Repro Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Die neue Ausstellung im Warleberger Hof (Dänische Straße 19) zeigt die Lebensmittelversorgung, Ernährung und Esskultur der vergangenen 200 Jahre in Kiel. Geschaut wird in die Kochtöpfe, aber auch auf die Auswirkungen, die das Essen auf das politische Geschehen hatte.

Das Buch zur Ausstellung "Kiel kocht" hat 256 Seiten

„Eigentlich sollte es ein kleines Heftchen werden“, verrät Museumskuratorin und Autorin Doris Tillmann und hält ihr neuestes Werk in die Höhe. Ein dickes Buch mit eben diesem Titel „Kiel kocht“. „Das Thema ist aber so unglaublich umfangreich, dass es jetzt 256 Seiten geworden sind.“

Gibt es eine Kieler Kost?

Das Begleitbuch und die Ausstellung zeigen den Prozess von der Selbstversorgung, die es in Kiel bis ins 18. Jahrhundert gegeben hat, hin zu einer Versorgung mit käuflichen Waren, bei der die Kieler am Ende fertige Industrieprodukte in Verpackungen erstehen. Tillmann räumt ein, dass sie erfolglos blieb bei der Suche nach typisch regionaler Kieler Kost. Die vielzitierte Heimatküche lasse sich nicht nachweisen.

Das bekannteste Kieler Produkt kommt tatsächlich aus Kiel

Der Blick richtet sich auch auf die Kieler Wirtschaft: „Fischindustrie, Schlachthof, Meierei, Margarinefabrik – Kiel hatte einige große Werke, die alle bis in die 1980er-Jahre verschwunden sind“, berichtet Stadthistorikerin Tillmann und räumt mit dem Mythos auf, die Kieler Sprotte stamme ursprünglich aus Eckernförde. „Nein, eindeutig aus Kiel.“ Es ist im Übrigen das bekannteste Kieler Produkt, das der Kaiser nach Berlin bringen ließ und wöchentlich verspeiste. Marketing für Kiel, denn ganz Deutschland habe von der Vorliebe des Kaisers für Kieler Sprotten gewusst.

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